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26.07.2013

15:56 Uhr

US-Immobilienmarkt

Schrotthäuser als Geldanlage

In den USA kommt ein Trend wieder in Mode, der längst vergessen schien. Investoren spekulieren mit Schrottimmobilien. Mehr als zehn Prozent Rendite sind damit drin. Ungute Erinnerungen an die Immobilienkrise werden wach.

Ein verlassenes Haus in Detroit: Manche Investoren sind scharf auf heruntergekommene Immobilien. Reuters

Ein verlassenes Haus in Detroit: Manche Investoren sind scharf auf heruntergekommene Immobilien.

New YorkJohn Helmick kauft gerne Häuser, in denen es nach Katzenpisse stinkt. Er stört sich auch nicht daran, wenn sich Ratten, Fledermäuse oder andere Tierchen eingenistet haben. Seine sieben Jahre alte Firma Gorilla Capital, mit Sitz in Eugene im US-Bundesstaat Oregon, hält Ausschau nach den schlimmsten Objekten am Markt. Dann steckt er Geld in eine umfassende Renovierung und verkauft die Immobilien nach 60 bis 120 Tagen mit einem durchschnittlichen Ertrag von 13 Prozent.

Unter Kennern wird diese Art von Geschäften als „Flipping“ bezeichnet - Erwerb und Weiterverkauf von Häusern innerhalb von sechs Monaten. Allein im vergangenen Jahr hat Helmick mit 400 Immobilien derartige Geschäfte gemacht. In diesem Jahr rechnet er mit 500 verkauften Objekten in acht US-Bundesstaaten. Damit ist Gorilla Capital eine der größten Firmen in diesem Bereich in den Vereinigten Staaten.

„Es gibt eine Menge Leute in der Branche, die nichts machen wollen, oder einfach nur malern und einen neuen Teppich verlegen. Und bei dieser Art von Häusern ist die Konkurrenz viel größer“, sagt er. „Die Häuser, die wir kaufen, würden die meisten Leute nicht mal anfassen.“

Da die Häuserpreise in den USA derzeit so schnell anziehen wie zuletzt auf dem Höhepunkt des Immobilienbooms 2006, kommt Flipping wieder in Mode. Derartige Transaktionen könnten in diesem Jahr einen neuen Rekordwert erreichen.

Im ersten Halbjahr 2013 haben solche Geschäfte bereits laut Bloomberg um 19 Prozent zugelegt, verglichen mit demselben Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus Daten von RealtyTrac hervor. Im Vergleich zu 2011 liegt die Zunahme den Angaben zufolge sogar bei rund 74 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser in den USA im Januar auf den tiefsten Stand seit 1999 gefallen ist.

Investoren verkaufen ihre Immobilien dabei in einen Markt hinein, auf dem es von Private-Equity-Firmen, die im großen Stil Mietimmobilien-Firmen aufbauen, und von potenziellen Eigenheimbesitzern, die von den noch niedrigen Hypothekenzinsen profitieren wollen, wimmelt.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

29.07.2013, 08:09 Uhr

Tja....die Show geht weiter und wird bis zum totalen Chaos oder einer nie dagewesenen Katastrophe auch so weitergehen. Das ist menschlich...

Account gelöscht!

29.07.2013, 09:02 Uhr

Solche Schrotthäuser befinden sind in rieseigen Immobilienpaketen die von Bank zu Bank, als hochwertige Wohnhäuserimmobilien, weitergereicht werden.

Das kommt davon, weil Banker mit ihren faulen hintern auf Stühlen sitzen und lieber von Party zu Party reisen, statt sich den Immobiliendreck Vorort anzusehen. Das „faule“ Thema war schon seit 2000 bekannt, weit bevor die Immobilienblase knallte. Wie richtig erkannt, wird an der nächsten Immobilienblase gearbeitet.

Die Banker machen sich um ihr Treiben keine Sorgen, die Steuerzahler werden den nächsten Rettungsschirm aufspannen. Dafür werden unsere Politiker der Altparteien von der Finanzmafia bezahlt.

Nachwuchs

29.07.2013, 10:44 Uhr

Die Banker sind "die" wichtigsten Leute auf der Welt, so Frau Merkel. Deshalb unterstützt Frau Merkel die Banker hemmungslos, rückssichtslos und will Menschen vernichtet sehen!

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