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01.10.2013

14:45 Uhr

Verband sieht keine Blase

Mieten und Wohnpreise steigen

In Szenevierteln der Großstädte ist der Wohnraum knapp. Die Preise steigen rasant. Im Bundesdurchschnitt entwickelten sich Mieten und Immobilienpreise hingegen nur etwas schneller als die Inflation, so der Verband IVD.

Blick auf die noch nicht fertiggestellten Luxuswohnungen „Heinrich Heine Gärten“ in Düsseldorf. Aus Sicht des Maklerverbands IVD hat die Entwicklung auch gute Seiten: Sie kurbelt den Neubau an. dpa

Blick auf die noch nicht fertiggestellten Luxuswohnungen „Heinrich Heine Gärten“ in Düsseldorf. Aus Sicht des Maklerverbands IVD hat die Entwicklung auch gute Seiten: Sie kurbelt den Neubau an.

FrankfurtDas Wohnen in Deutschland ist erneut teurer geworden. Egal ob Miete oder Kauf: Vor allem in den beliebtesten Vierteln der Großstädte ziehen die Preise kräftig an. Doch dieses Bild trüge, betont der Immobilienverband IVD. Insgesamt liege die Teuerung bei Durchschnittsmieten nur knapp über der allgemeinen Inflation. Die Entwicklung der Preise für Eigentumswohnungen sei Teil eines überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte, sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick bei der Vorlage des Wohn-Preisspiegels 2013/2014 am Dienstag in Frankfurt.

Nach der Erhebung in 390 deutschen Städten klettern die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Deutschland zwar weiter. Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert liege zum Ende des dritten Quartals bei knapp 1044 Euro und damit um 4,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, sagte Schick: „Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen immer noch 15 Prozent niedriger als vor 20 Jahren.“ Nach dem Immobilienboom der 1990er Jahre seien die Preise für Wohneigentum stark gesunken. Erst in den vergangenen drei Jahren sei eine Trendwende zu beobachten.

Diese sei allerdings von einer realen Nachfrage nach Wohnraum getrieben, von einer Blasenbildung könne keine Rede sein. Die Nachfrage nach jeder freien Wohnung sei größer als das Angebot, betonte Schick: „In Märkten wie Spanien gab es eine Immobilienblase, wo heute Wohnungen zu Zehntausenden leer stehen.“ Die deutschen Immobilienmärkte bräuchten hingegen eher ein größeres Angebot.

Zudem verteuerten sich die Mieten langsamer als öffentlich wahrgenommen. In den vergangenen zwölf Monaten seien die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland flächendeckend in allen Klassen und Städtegrößen nur moderat gestiegen, berichtete der IVD. Im Durchschnitt koste eine nach 1949 gebaute Wohnung mit mittlerem Wohnwert nun 5,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter: Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent zum Vorjahr. Allerdings waren die Mieten ein Jahr zuvor nur um 2,6 Prozent gestiegen.

Kommentare (3)

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WBoehme

01.10.2013, 15:49 Uhr

Das Betongold ist genau so volatil, wie das metallische Gold. Die vom IVD erwähnten Preisschwankungen sind zutreffend: Ich könnte in Berlin eine bestimmte 60 qm ET-Wohnung zeigen, die Mitte der 90er Jahre 150.000 DM gekostet hat. Um 2005 wurden sie im Rahmen von Zwangsversteigerungen für 15.000 EUR veräußert. Aktueller Verkaufswert dieser Wohnung nun in der Größenordnung 60.000-80.000 EUR.

Die Hauptursache sind Migrationsbewegungen und Trends. In den 00er Jahren hatte Berlin Bevölkerungsschwund, inzwischen wieder Zuzug. Hinzu kommt die Spekulationshype in Berlin, die anstelle einer soliden Mietrendite auf Verkaufsrenditen setzt. Und last not least: Die neu erschaffenen Geldmengen der Zentralbanken suchen nach "sicheren" Anlagen. Leider hat Berlin bei ausländischen Investoren derzeit das Image der Sicherheit, obwohl zugleich der halbe, der ländliche, Osten Deutschland ins Bodenlose stürzt und Häuser dort zu absoluten Schleuderpreisen vergeblich nach Käufern suchen.

Wenn es eine Trost gibt: Die Neubauprojekte in Berlin sind überwiegend hässlich und im Hinblick auf die jeweiligen Szeneviertel "parasitär" konzipiert. Wenn viele dieser (Hochhaus-)Projekte erst mal realisiert sind, werden die Szeneviertel bald out sein, und so werden auch die Preise dort wieder sinken, also, die Karawane schließlich weiter ziehen.

Account gelöscht!

01.10.2013, 17:55 Uhr

Immobilien sind ein klarer Kauf!
Betrachtet man das aktuelle Unfeld und wirft einen naeheren Blick auf die Staatsverschuldungen wird klar dass in etwa 10 Jahren das Aus fuer Japan und eventuell auch die USA vor der Tuer steht!
Wir befinden uns am Ende eines Zyklusses der mit Staatsbankrotten endet und dem Zusammnebruch der Leitwaehrungen! Wer es nicht glaubt rechnet liest einfach mal hier nach und rechnet mit dem Beispielrechner selbst!

http://travelling-bali.com/confusing-financial-markets-trades-economical-laws-going-wrong/

Viel Spass jetzt schon beim Wohnungskauf!!!

Arbeitfueralle

01.10.2013, 21:11 Uhr

Da gab es mal einen preussischen könig der hat das entvölkerte brandenburger land mit flüchtlingen bevölkert diese vorsichtshalber unter seinen schutz gestellt und schon ging es los

wir haben nun wieder flüchtlinge aus syrien romania und so weiter
denen unterstelle ich arbeitswillen und fähigkeiten die wir hier brauchen
eine arabische grossfamilie könnte sofort die einwohnerzahl so mancher kuhbläke verdoppeln
vielleicht nicht residenzpflicht aber siedlungspflicht pflicht zur arbeit im landkreis wäre ok.
in brandenburg ist melioration und renaturierung etc ein grosses thema
was ist besser
verpflichtung zum nichts tun, langeweile, finanzielle not werden zum hort für illegale und meist auch krimilnelle geschäfte
oder wir schütten die wirklichen flüchtlinge so mit "nützlicher" arbeit zu dass sie garnicht spüren das sie hier nicht immer und überall willkommen sind

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