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09.02.2005

11:08 Uhr

Verbraucherschützer uneins über Arbeitslosigkeitsversicherung

Versicherung für arbeitslose Immobilienbesitzer

VonQuelle: Immowelt

Immobilienbesitzer können sich gegen Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit absichern. Bisher waren solche Policen die Domäne oftmals Versicherungsunternehmen. Jetzt hat eine Tochtergesellschaft der Allianz ein solches Produkt ins Programm genommen.

HB DÜSSELDORF. Wer sich hoch verschuldet, um eine Immobilie zu erwerben und dann arbeitslos oder arbeitsunfähig wird, bekommt schnell finanzielle Probleme. Um die Folgen abzumildern, bieten einige Versicherungen Restschuld- oder Arbeitslosigkeits-Versicherungen an, die für einen gewissen Zeitraum die finanziellen Verpflichtungen übernehmen.

Bisher waren solche Policen die Domäne oftmals kleinerer, unbekannter Versicherungsunternehmen. Jetzt hat eine Tochtergesellschaft der Allianz-Versicherung ein solches Produkt ins Programm genommen.

Der Allianz-Finanzierungsschutzbrief für Immobilienbesitzer springt bei Erkrankung, Arbeitslosigkeit oder Tod des Versicherungsnehmers ein. Allerdings nicht unbegrenzt: Bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit zahlt die Versicherung zwölf Monate am Stück eine Arbeitslosigkeitsrente. Die Versicherung greift auch bei wiederholter Arbeitslosigkeit. Bei einer längeren Erkrankung wird eine monatliche Arbeitsunfähigkeitsrente in Höhe der monatlichen Zins- und Tilgung gezahlt. Beim Tod des Versicherungsnehmers wird die Restschuld übernommen.

Die Versicherung gibt es zusammen mit der Finanzierung. Die Prämie wird als Einmalbetrag erhoben, aber nicht direkt vom Versicherungsnehmer gezahlt, sondern auf das Darlehen aufgeschlagen. Damit erhöht sich die monatliche Belastung. Für ein 100.000-Euro-Darlehen bedeutet das laut Allianz, dass die Monatsrate um 35 Euro ansteigt.

Verbraucherschützer sind sich uneins, ob solche Versicherungen prinzipiell empfehlenswert sind oder nicht – zumal sie Geld kosten und nicht jedes Risiko abdecken können.

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