Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.09.2013

09:47 Uhr

Versteigerung für Superreiche

Versace-Villa kommt unter den Hammer

VonGrischa Brower-Rabinowitsch

Im Sommer 1997 wurde Stardesigner Gianni Versace vor seiner Villa in Miami ermordet. Heute wird die prunkvolle „Casa Casuarina“ versteigert. Anfangsgebot: 25 Millionen Dollar. Ein Fußballstar soll interessiert sein.

Die "Casa Casuarina" am Ocean Drive in Miami Beach: Drei Stockwerke, 2200 Quadratmeter Wohnfläche, zehn Schlafzimmer, elf Bäder. Reuters

Die "Casa Casuarina" am Ocean Drive in Miami Beach: Drei Stockwerke, 2200 Quadratmeter Wohnfläche, zehn Schlafzimmer, elf Bäder.

New YorkDas Paradies hat eine Adresse. Und es ist käuflich. Die Villa am 1116 Ocean Drive in Miami wird heute versteigert. Die Villa, die einst der italienische Stardesigner Gianni Versace als sein Paradies auf Erden entwarf, in der er am 15. Juli 1997 auf den Eingangsstufen vom Serienmörder Andrew Cunanan erschossen wurde.

Doch die paradiesische Villa ist nicht nur luxuriös, prunk-, prachtvoll und ausgesprochen groß, sie ist auch sündhaft teuer. Wer das Anwesen heute ersteigern möchte, muss mindestens 25 Millionen Dollar bieten. Dafür bekommt er knapp 2200 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf drei Stockwerke, zehn Schlafzimmer und elf Bäder.

Versace hatte die 1930 im mediterranen Stil gebaute Casa Casuarina 1992 für 2,9 Millionen Dollar gekauft. Ein Jahr später zahlte er weitere 3,7 Millionen Dollar für das angrenzende Art Deco Hotel „The Revere“ und riss es ab, um die Villa um einen Gästetrakt zu erweitern. Insgesamt steckte Versace 33 Millionen Dollar in den Aus- und Umbau.

Der Designer machte aus der Villa ein Art Palast. Überall im Haus finden sich Fresken, künstlerisch gestaltete Fenster, Mosaike, verschieden gestaltete Räume im griechischen, römischen, spanischem oder ägyptischen Stil. An Marmor mangelt es ebenso wenig wie an Kunst, Statuen und wertvollen Möbeln. „In jeder Ecke fühlt man, dass Versace hier gelebt hat“, sagte Maklerin Jill Eber der New York Times.

Als besonderes Prunkstück gilt der 16 Meter lange Pool. Versace ließ ihn Berichten zufolge in Italien anfertigen und in Teilen nach Amerika schicken, wo ihn 75 Arbeiter zusammensetzten: Er besteht aus mehr als 100 Millionen Mosaikstückchen, durchzogen von 24 Karat Gold. Die Statuen, die rund um den Pool stehen, besorgte Versace aus einem französischen Schloss aus dem 16. Jahrhundert.

All das machte die „Versace Mansion“ zu einer der teuersten Villen Amerikas und zu etwas ganz besonderem mit einer einmaligen Atmosphäre.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×