Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.10.2015

14:55 Uhr

Vonovia-Poker

Erste Anteilseigner beziehen Stellung

Vonovia-Chef Buch wirbt bei den Aktionären weiter für eine Fusion mit der Deutsche Wohnen. Dessen Vorstandsvorsitzender aber lehnt das ab. Erste Investoren schlagen sich auf eine Seite. Doch der Ausgang bleibt offen.

Das neue Firmenschild „Vonovia“: Früher Deutsche Annington. dpa

Vonovia

Das neue Firmenschild „Vonovia“: Früher Deutsche Annington.

BochumDer Übernahme-Poker zwischen Vonovia, Deutsche Wohnen und LEG geht weiter: Während sich die meisten Investoren noch keine Meinung gebildet haben, haben sich einige Anteilseigner schon ganz klar auf eine Seite geschlagen – darunter auch die Investmentgesellschaft Cohen & Steers, die mit 1,1 Prozent Anteilen zu den zehn größten Aktionären der Deutsche Wohnen gehört. „Wir sind gegen den Vonovia-Deal“, sagt Fondsmanager Rogier Quirijns. Alleine oder zusammen mit der LEG könne die Deutsche Wohnen deutlich bessere Ergebnisse erwirtschaften und mehr Wert heben – bei weniger Risiko.

So habe Vonovia schon heute einen recht hohen Verschuldungsgrad, der mit der nächsten Transaktion auf über 60 Prozent steigen werde, rechnete er vor. Vonovia wolle mit der Deutschen Wohnen um jeden Preis wachsen. Ein anderer Großaktionär, der sich nur hinter vorgehaltener Hand äußern will, lehnt den Vonovia-Vorstoß aus ähnlichen Gründen ab. „Der Zusammenschluss von Deutsche Wohnen und LEG macht industriell mehr Sinn. Wir haben uns schon festgelegt.“

Vonovia will Deutsche Wohnen: Finale im Häuserkampf

Vonovia will Deutsche Wohnen

Premium Finale im Häuserkampf

Gier nach Größe: Der Immobilienkonzern Vonovia will seinen größten Konkurrenten für 14 Milliarden Euro übernehmen. Das Angebot für die Deutsche Wohnen ist der Höhepunkt der Fusionswelle auf dem umkämpften Markt.

Die Fondsgesellschaft Union Investment steht auf der anderen Seite, wie Portfoliomanager Arne Rautenberg erläutert: „Definitiv Vonovia-Deutsche Wohnen.“ Der Zusammenschluss von Vonovia mit der Nummer zwei schaffe deutlich größere Synergien als bei dem anderen Szenario. Es sei wichtig, einen großen nationalen Branchenvertreter zu haben. Dass die Marktführerin ihren rasanten Wachstumskurs mit immer neuen Kapitalerhöhungen finanziert, die in immer kürzeren Abständen kommen, sieht Rautenberg nicht kritisch.

Vonovia habe den Wert je Aktie steigern können, das sei entscheidend. „Sicherlich kann dieses Wachstumstempo nicht gehalten werden - vor allem, wenn der Deal Vonovia-Deutsche Wohnen durchgeht“, erklärt Rautenberg. Denn dann gebe es schlicht keine so großen Zukaufsmöglichkeiten mehr.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×