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12.11.2015

14:29 Uhr

Vonovia und Deutsche Wohnen

Aktionärsberater befürworten Megafusion

Nach Glass Lewis spricht sich ein weiterer Aktionärsberater für die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen aus. Damit wird die Verschmelzung der beiden größten Wohnungsgesellschaften Deutschlands immer wahrscheinlicher.

Erst im September stieg Vonovia, ehemals Deutsche Annington, in den Dax auf. Nun  Deutschlands größte Wohnungsgesellschaft mit der Nummer zwei am Marwillkt fusionieren. dpa

Nach dem Aufstieg ist vor der Expansion

Erst im September stieg Vonovia, ehemals Deutsche Annington, in den Dax auf. Nun Deutschlands größte Wohnungsgesellschaft mit der Nummer zwei am Marwillkt fusionieren.

Frankfurt/DüsseldorfEin weiterer einflussreicher Aktionärsberater hat sich hinter die geplante Megafusion in der deutschen Wohnungsbranche gestellt. Institutional Shareholder Services (ISS) sprach sich für ein Zusammengehen von Vonovia und Deutsche Wohnen aus, wie aus einem Dokument hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Die Vonovia-Aktionäre sollten die für die milliardenschwere Übernahme nötige Kapitalerhöhung auf den Weg bringen. Der Deal dürfte zwar die Verschuldung von Vonovia erhöhen. Auch die in Aussicht gestellten Synergien träten möglicherweise nicht so schnell ein wie gedacht, hieß es in der Analyse. Aber unter dem Strich sei die Übernahme zu empfehlen, weil damit die Qualität des Wohnungsportfolios steige.

Ähnlich hatte sich in dieser Woche bereits Glass Lewis geäußert. Vor allem angelsächsische Fonds folgen den Empfehlungen der Aktionärsberater oft. Die Vonovia-Anleger stimmen über die Pläne auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November ab. Deutsche Wohnen hat die Übernahmeofferte als feindlich bezeichnet und nachdrücklich zurückgewiesen, unter anderem weil die Bewertung als zu niedrig betrachtet wird.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Ursprünglich wollte Deutsche Wohnen mit dem Immobilienkonzern LEG fusionieren, der Nummer drei am Markt. Die Pläne platzen jedoch. Obwohl nun also die zwei größten Wohnungsgesellschafften einen Megakonzern formen wollen, gibt sich die LEG kampfbereit. Das Unternehmen stehe "mit breiter Brust" da, betonte Konzernchef Thomas Hegel am Donnerstag in Düsseldorf.

Weil das Tagesgeschäft brummt und das Sparprogramm greift, schraubte das Unternehmen schon jetzt seine Ziele für 2016 nach oben: Das operative Ergebnis soll nun bei 254 bis 259 Millionen Euro liegen, bislang wurden 233 bis 238 Millionen angepeilt. Dieses Jahr sollen es bis zu 204 Millionen Euro werden, wie die LEG am Donnerstag bekräftigte. Und auch die Aktionäre sollen von den Zuwächsen profitieren: Finanzchef Eckhard Schultz kündigt für das laufende Jahr eine deutlich höhere Dividende an.

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