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21.10.2015

11:55 Uhr

Vonovia und Deutsche Wohnen

Chancen für Wohnungs-Megadeal steigen

Im aktuellen Übernahmepoker auf dem deutschen Wohnungsmarkt wendet sich das Blatt zugunsten von Vonovia. Aktionärsberater raten Anteilseignern der Deutschen Wohnen zum Zusammenschluss mit der Marktführerin.

Die Wohnungsgesellschaft und der Wettbewerber LEG gehen wohl nicht zusammen. dpa

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Die Wohnungsgesellschaft und der Wettbewerber LEG gehen wohl nicht zusammen.

FrankfurtMit ISS und Glass Lewis haben nun gleich zwei einflussreiche Aktionärsberater erklärt, ein Zusammengehen von Vonovia mit der Nummer zwei der Branche, Deutsche Wohnen, sei sinnvoller als die von Deutsche Wohnen bevorzugte Fusion mit der kleineren Rivalin LEG.

Denn bei der großen Lösung würde mehr Wert geschaffen, die Synergien seien höher. Die Empfehlung von Glass Lewis wurde am Mittwoch bekannt. Das letzte Wort haben nun die Aktionäre. Vor allem angelsächsische Fonds richten sich in der Regel nach dem Rat der Aktionärsberater.

Für ISS und Glass Lewis ist es eine Kehrtwende. Beide hatten zunächst den acht Milliarden Euro schweren LEG-Deal unterstützt, den Deutsche Wohnen im September angekündigt hatte. Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn will sich mit der Übernahme in Nordrhein-Westfalen eine neue Wachstumsregion erschließen, da ihm das bisherige Stammgebiet Berlin zu teuer geworden ist.

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Gier nach Größe: Der Immobilienkonzern Vonovia will seinen größten Konkurrenten für 14 Milliarden Euro übernehmen. Das Angebot für die Deutsche Wohnen ist der Höhepunkt der Fusionswelle auf dem umkämpften Markt.

Um die Pläne durchzusetzen, braucht er auf der Hauptversammlung am 28. Oktober aber eine Dreiviertel-Mehrheit der Aktionäre hinter sich. Das ist eine hohe Hürde, erst recht seit Vonovia vergangene Woche mit einer feindlichen Offerte dazwischengrätschte: Vorstandschef Rolf Buch will Deutsche Wohnen kaufen - aber nur, wenn die LEG-Pläne zuvor durchfallen.

Zusammen kommen beide Unternehmen auf bundesweit eine halbe Million Wohnungen. Mit 14 Milliarden Euro inklusive Schulden wäre es der größte Deal, den es auf dem hiesigen Immobilienmarkt je gegeben hat. Das Deutsche-Wohnen-Management lehnt ihn allerdings ab, unter anderem weil der Preis zu niedrig ist.


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