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11.11.2015

19:41 Uhr

Vonovia und Deutsche Wohnen

Einflussreicher Aktionärsberater plädiert für Mega-Fusion

Die angekündigte Offerte des deutschen Immobilienkonzerns Vonovia für den Konkurrenten Deutsche Wohnen sorgt für viel Aufsehen. Doch das Geschäft ist längst nicht perfekt – auch wenn es jetzt einen neuen Fürsprecher gibt.

Am 30. November wird sich zeigen, ob die Vonovia-Anleger auf einer Hauptversammlung für die Fusion grünes Licht geben - oder nicht. Sie müssten die für die Übernahme nötige Kapitalerhöhung auf den Weg bringen. dpa

Zentrale der Immobiliengesellschaft Vonovia in Bochum

Am 30. November wird sich zeigen, ob die Vonovia-Anleger auf einer Hauptversammlung für die Fusion grünes Licht geben - oder nicht. Sie müssten die für die Übernahme nötige Kapitalerhöhung auf den Weg bringen.

FrankfurtDer geplante Mega-Deal in der deutschen Wohnungsbranche hat wichtige Unterstützung bekommen. Der einflussreiche Aktionärsberater Glass Lewis spricht sich für ein Zusammengehen von Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia mit der Nummer zwei der Branche, Deutsche Wohnen, aus. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in Auszügen vorlag.

In dem Dokument heißt es, Vonovia habe bislang eine gute Erfolgsbilanz mit Zukäufen und könne seine effiziente Plattform durch die Übernahme von Deutsche Wohnen weiter ausbauen. Die in Aussicht gestellten Synergien erschienen nicht unrealistisch und die finanziellen Bedingungen seien insgesamt akzeptabel. „Daher empfehlen wir, dass die Aktionäre für diesen Vorschlag stimmen.“

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Vonovia und Deutsche Wohnen wollten sich zum Bericht von Glass Lewis nicht äußern. Vor allem angelsächsische Fonds richten sich in der Regel nach dem Rat solcher Aktionärsberater, sie haben daher großes Gewicht. In Deutschland ansässige Stimmrechtsberater stehen dagegen eher in der zweiten Reihe.

Die Karlsruher Ivox, die seit diesem Jahr zu Glass Lewis gehört, veröffentlichte eine eigene Einschätzung und empfahl den Anlegern, gegen die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen zu stimmen. Grund sei nicht unbedingt, dass es Zweifel an den Ertragschancen des gemeinsamen Unternehmens gebe, hieß es in der Begründung.

Vielmehr sei in den vergangenen Wochen der Eindruck entstanden, dass es sich bei dem Übernahmevorstoß von Vonovia um den Wunsch einzelner Aktionäre mit individuellen Zielen handele, „was zumindest aus Sicht einer guten Corporate Governance wiederum bedenklich ist“.

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