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11.01.2006

12:30 Uhr

Wechselwillige Immobilieneigentümer

Kreditbelastung senken

VonQuelle: Immowelt

Wer vor einigen Jahren noch ein lang laufendes Hypothekendarlegen mit sechs, sieben oder gar acht Prozent Zinsen abgeschlossen hat, blickt neidisch auf die aktuellen Billig-Konditionen. Die Dresdner Bank bietet Kreditnehmern nun die Möglichkeit zum Wechseln an.

HB DÜSSELDORF. Ein Kreditinstitut bietet jetzt wechselwilligen Immobilieneigentümern die Möglichkeit an, ihren noch laufenden Kredit zu kündigen, um auf einen günstigeren Tarif umzusteigen.

Bisher hatten Kreditnehmer nur die Möglichkeit, entweder ihren laufenden Kredit zu kündigen und eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen oder ein so genanntes Forwarddarlehen abzuschließen. Bei letzterem sichert sich der Darlehensnehmer Zinskonditionen für eine künftige Anschlussfinanzierung, zahlt für diese Sicherheit aber einen Zinsaufschlag.

Die Dresdner Bank hat jetzt mit dem Produkt „Zins-Aktiv“ eine dritte Möglichkeit eingeführt. Der Kunde kann sein altes Darlehen direkt auflösen und einen neuen Vertrag mit günstigeren Konditionen abschließen. Zwar fällt auch hier eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Diese wird jedoch in die Konditionen des Neuvertrags eingerechnet und muss nicht auf einen Schlag gezahlt werden. Die Banker sehen als Vorteil für den Kunden, dass keine unmittelbare finanzielle Belastung durch die Entschädigung entsteht und dass der Kunde nicht wie bei einem Forwarddarlehen erst zu einem viel späteren Zeitpunkt von günstigeren Raten profitiert. Zudem sichert sich der Darlehensnehmer für die vereinbarte Laufzeit ein sicheres Zinsniveau.

Ein Beispiel: Wer eine Finanzierung über 100.000 Euro mit einem Zinssatz von sieben Prozent, die noch zwei Jahre festgeschrieben ist, kündigt, kann derzeit auf ein Darlehen mit 5,6 Prozent Zinsen und zehnjähriger Festschreibung wechseln. Damit sind die Zinsen wegen der eingerechneten Vorfälligkeitsentschädigung zwar höher als bei Neuverträgen. Allerdings hat der Immobilieneigentümer unmittelbar eine um rund 1.400 Euro niedrigere jährliche Belastung als zuvor.

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