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10.06.2013

14:00 Uhr

Wohneigentum

Die letzten Oasen für Immobilienkäufer

VonReiner Reichel, Anne Wiktorin , Christian Hunziker

Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen, in den Großstädten wird das Angebot knapp. Wer aber richtig hinschaut, kann auch in Berlin, München, Freiburg oder Hamburg noch ziemlich gute Geschäfte machen.

Skyline in Frankfurt: Begehrt bei Käufern und Mietern. dpa

Skyline in Frankfurt: Begehrt bei Käufern und Mietern.

Für Hajo Koch, den windigen Immobilienhai der preisgekrönten hannoverschen „Tatort“-Folge „Wegwerfmädchen“, ist die Welt des Geldes sonnenklar: „Immobilien, Immobilien, Immobilien, das ist die Zukunft.“ Auch wenn Koch Fernsehfiktion ist - seine Prognose ist längst deutsche Realität 2013: Anlageberater, Kapitalanleger, Inflationsbekämpfer kennen derzeit nur ein Mantra: Kauft! Immobilien! Jetzt! Beton ist das neue Gold!

Und es fällt schwer zu widersprechen, trotz stark gestiegener Preise.

Steigende Einkommen, niedrige Zinsen und die Aussicht auf unablässig kletternde Wohnungspreise und Mieten - selten gab es bessere Argumente, sein Geld in Immobilien zu investieren. Und zwar egal, ob sie vermietet oder selbst genutzt werden. "Sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr werden die Preise und Mieten in den von Wirtschaftskraft gezeichneten deutschen Städten weiter ansteigen; in den Top-Städten auch wieder über die Marke von drei Prozent hinaus", sagt zum Beispiel Andreas Schulten. Er ist Vorstand der Firma Bulwien Gesa, die seit Jahren den Immobilienmarkt analysieren.

Das gilt auf jeden Fall für die 15 Metropolen und regionalen Oberzentren, die das Handelsblatt in Zusammenarbeit mit vdp Research, dem Analysehaus des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), als attraktive Ziele für Investoren ausgewählt hat: Städte wie Hamburg, München und Berlin, aber auch Freiburg, Potsdam oder Augsburg.

Zwar steigen hier die Preise schon seit einigen Monaten, zum Teil um zweistellige Prozentraten im Jahresvergleich. Aber - es ist wie im Kasino: Der Gewinn kann sich durchaus lohnen, das Risiko ist nicht zu leugnen - wer sich aber eine klare Strategie zurechtlegt und genau hinschaut, der hat gute Chancen, sozusagen den Jackpot zu knacken.

So haben etwa alle Städte und Stadtviertel, in denen sich Investitionen lohnen, eines gemeinsam: Die Bevölkerung wächst. Gleichzeitig wird weniger gebaut als nötig. Der wichtigste Blick von Investoren geht also auf die Mietstruktur einer Stadt, am besten eines Viertels. Je knapper dort das Angebot an freien Wohnungen, je deutlicher dort die Mieten steigen, desto mehr Wertsteigerungen sind zu erwarten.

„Die Leerstandsquote ist ein wichtiger Indikator für Investoren“, betont Reiner Braun, Vorstandsmitglied des Immobilienmarktforschers Empirica. „Zwischen steigenden Mieten und sinkenden Leerständen besteht ein direkter Zusammenhang.“ Besonders aussichtsreich für Investoren - und im Umkehrschluss dramatisch für Mieter - ist die Situation nach Zahlen von Empirica in München mit 0,6 Prozent Leerstand, Hamburg (0,7 Prozent) und Frankfurt am Main (ein Prozent).

Kommentare (8)

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Fehrmann

10.06.2013, 14:54 Uhr

Warum immer in Deutschland zu Höchstpreisen anlegen, wenn es mit einer höheren Rendite auch woanders möglich ist?

Account gelöscht!

10.06.2013, 15:01 Uhr

Malen nach Zahlen:

" .... wer sich aber eine klare Strategie zurechtlegt und genau hinschaut, der hat gute Chancen, sozusagen den Jackpot zu knacken."

"So haben etwa alle Städte und Stadtviertel, in denen sich Investitionen lohnen, eines gemeinsam: Die Bevölkerung wächst. .... Je knapper dort das Angebot an freien Wohnungen, je deutlicher dort die Mieten steigen, desto mehr Wertsteigerungen sind zu erwarten."

Liebe Leute vom HB, was für platte Sprüche publiziert Ihr denn da? Schreibt Ihr inzwischen für Bohlens Klientel?

Account gelöscht!

10.06.2013, 18:47 Uhr

außerhalb steigen die Preise kaum?
Hmm, im Umkreis von ca. 100km von München explodieren die Immobilienpreise.

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