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16.11.2012

16:34 Uhr

Wohnungen

Deutsche Bank sieht keine Immobilienblase

Die Deutsche Bank kann auf dem heimischen Immobilienmarkt noch keine Blase erkennen. Zwar sei die Nachfrage nach Wohneigentum groß, sagte ein Top-Manager der Bank. Man sehe aber noch keine Überhitzung.

Die Nachfrage in Deutschland nach Wohneigentum ist groß. dpa

Die Nachfrage in Deutschland nach Wohneigentum ist groß.

FrankfurtZwar habe die Nachfrage nach Wohneigentum seit einiger Zeit stark angezogen, weil viele Anleger die historisch niedrigen Zinsen für ein Immobilieninvestment nutzen wollten, sagte Privatkundenvorstand Rainer Neske am Freitag auf einer Reuters-Kundenveranstaltung in Frankfurt. „Unser Baufinanzierungsgeschäft läuft momentan entsprechend auf Hochtouren“. Der Top-Manager betonte aber auch: „Ich sehe im Moment noch keine Überhitzung.“ Die Deutsche Bank und ihre Tochter Postbank legten unverändert strenge Kriterien bei der Vergabe von Immobiliendarlehen an und hätten Risiken genau im Blick.

Die Bundesbank beobachtet den teils kräftigen Anstieg der Immobilienpreise in Großstädten und vor allem in Berlin schon länger sehr genau. Aber auch sie will noch nicht von einer Blase sprechen, wie es sie etwa in Spanien in den Jahren des Baubooms gegeben hatte. Als der dortige Markt zusammenbrach, gerieten viele spanische Banken und Sparkassen in Schieflage und mussten vom Steuerzahler aufgefangen werden. Das gesamte Land gilt heute nach milliardenschweren Hilfen für den Finanzsektor als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm.

Folge der Schuldenkrise: Bundesbank warnt Deutschland vor gefährlicher Blase

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Bundesbank warnt vor Immobilienblase

Die Bundesbank sieht im Immobilienmarkt ein gefährliches Stabilitätsrisiko.

Doch auch wenn sich die Lage in Deutschland anders darstellt - völlig entspannt ist Deutsche-Bank-Vorstand Neske trotzdem nicht. Denn die niedrigen Zinsen könnten nach seiner Einschätzung zu einer „Fehlallokation von Ressourcen“ führen - nämlich dann, wenn viele Investoren auf der Suche nach Rendite in dieselbe Richtung liefen. „Volkswirtschaftlich gesehen ist das eine große Gefahr.“

Von

rtr

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

16.11.2012, 17:08 Uhr

Natürlich nicht, wer sollte sonst noch die depperten Kredite dieser Sklaventreiber abnehmen wenn die öffentlich bekennen würden was Sache ist.

Also mal ganz im ernst...wie naiv muss man sein um eine Bank nach einer Blasenbildung zu fragen mit der sie selbst kräftig verdient? Da kann ich gleich nen Pferd fragen obs genug Heu hat.

Oekonomix

16.11.2012, 17:37 Uhr

Die Banken versuchen zu versichern, dass es keine Blase gibt, doch die Blase ist bereits entstanden.

Die Mietrendite in manchen Ballungsräumen liegt bei 3,1%. Damit liegt diese bereits auf dem Renditeniveau des spanischen Marktes am Höhepunkt des Immobilienbooms. Auch wenn die Blase noch nicht ganz Deutschland erfasst hat, so gibt es keine Garantie, dass sie nicht platzt. Doch so lange die Zinsen niedrig bleiben, ist zu befürchten, dass die Preise weiter steigen, und je höher die Preise, desto härter wird dann die Landung - und die kommt spätestens dann, wenn die Zinsen wieder steigen.

Nachdem mit keiner baldigen Zinserhöhung durch die EZB zu rechnen ist, liegt es an der Regierung mittels Immobiliensteuern den Preisauftrieb zu drosseln. Bestens geeignet dazu wäre eine Erhöhung der Grundsteuer. Diese kann an die regionalen Gegebenheiten angepasst werden. Im Gegenzug dazu könnte Arbeit steuerlich entlastet werden.

vertrauenvonanfangan_amEndeweg

16.11.2012, 18:28 Uhr

Ich lach mich schlapp.
Jetzt versucht die Bankwirtschaft das Gegenteil zu behaupten, als unabhängige Bänker vor ein paar Tagen.
Da sind geschäftlich wohl noch ein paar Eisen im Feuer.

Einer Kaufempfehlung von Aktien durch die deutsche Bank folgt immer ein Kursverfall, warum nur?

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