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15.05.2015

14:12 Uhr

Wohnungen und Häuser

Neue Preisrally bei Immobilien

Der Boom bei Immobilien geht weiter. Nach einer Auswertung der Pfandbriefbanken steigen die Preise kräftig an. Vor allem Wohnimmobilien werden teurer. Und der Immobilienboom dehnt sich ins Umland der Städte aus.

Immobilien in den Metropolen bleiben begehrt - und teuer. ap

Frühling in Frankfurt

Immobilien in den Metropolen bleiben begehrt - und teuer.

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter kräftig. Wohn- und Gewerbeimmobilien wurden im ersten Jahresviertel 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal durchschnittlich um 5,0 Prozent teurer, errechnete der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VdP) auf Grundlage von tatsächlich gezahlten Kaufpreisen.

„Motor des Wachstums ist nach wie vor der Wohnungsmarkt“, sagte VdP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt am Freitag in Berlin. Der VdP vertritt die Interessen von 37 Banken und Sparkassen, die Pfandbriefe herausgeben. Ein Pfandbrief ist eine Form der Anleihe, die durch Grundstücke oder Immobilien gedeckt ist.

Immobilienrenditen privater Anleger

Negative Rendite

6,9 Prozent
Erklärung: 6,9 Prozent aller privaten Anleger haben im Jahr 2012 mit Immobilieninvestitionen eine negative Bruttorendite erzielt. Alle hierauf folgenden Werte beziehen sich auf das Jahr 2012. Quelle: DIW, SOEP-Panel.

Keine Rendite

35,8 Prozent

Bis 2,0 Prozent Rendite

14,7 Prozent

2,1 bis 4,0 Prozent Rendite

20 Prozent

4,1 bis 6,0 Prozent Rendite

10,7 Prozent

6,1 bis 8,0 Prozent Rendite

6,2 Prozent

Über 8,0 Prozent Rendite

5,5 Prozent

Wachstumsmotor ist der Wohnungsmarkt, vor allem selbst genutzte Wohnimmobilien wurden teurer. Im Segment Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhten sich die Preise um 5,8 Prozent, bei Eigentumswohnungen um 2,8 Prozent.

Eine spannende Entwicklung, weil sich in der Vergangenheit die Wohnungen stärker verteuerten als die Häuser. Nach Angaben der Pfandbriefbanken könnte die Entwicklung darauf hindeuten, dass sich der Immobilienboom aus den Innenstädten in das Umland ausdehnt. Während in den Zentren vor allem Wohnungen angeboten werden, dominieren im Umland Häuser.

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Ebenfalls interessant ist der starke Preisanstieg von 6,8 Prozent bei Mehrfamilienhäusern. „Begünstigt wird diese Entwicklung durch eine anhaltend hohe Nachfrage von Seiten verschiedener Investorengruppen, die geeignete Mietobjekte suchen“, erklären die Sprecher des Verbandes. Im historischen Zinstief sind Wohnimmobilien als Geldanlage interessant, weil sie bessere Renditen als vergleichbare sichere Anlageklassen bieten können.

Wie lange der Immobilienboom anhält, ist noch nicht klar. Die Entwicklung der Neuvertragsmieten schwächt sich ab. Mit einem Plus von 4,2 Prozent wurden die Steigerungsraten der Vorquartale nicht mehr erreicht. Laut Verband bremst die zunehmende Neubautätigkeit in vielen Regionen den Mietanstieg.

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dpa

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