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01.07.2011

16:46 Uhr

Balkone an einem Wohnblock. Quelle: ZB

Balkone an einem Wohnblock.

DüsseldorfDas Volumen verbriefter Kredite, die durch deutsche Mietblocks abgesichert sind, ist in den vergangenen zwölf Monaten um 2,5 Milliarden Euro geschrumpft. Soweit die gute Nachricht der Ratingagentur Fitch. Die schlechte: Es existieren noch immer Klumpenrisiken bei diesen Anleihen, die englisch RMBS für Residential Mortgage Backed Securities abgekürzt werden. Fast drei Viertel des RMBS-Volumens von 12,5 Milliarden Euro entfallen auf drei Gesellschaften und müssen im Jahr 2013 entweder verlängert oder durch neue Kredite ersetzt werden.

Betroffen ist Deutschlands größter privater Vermieter, Deutsche Annington, mit etwa 4,8 Milliarden Euro; zudem Gagfah, der größte börsennotierte Wohnungskonzern, bei dem aus zwei Tranchen 2,7 Milliarden ausstehen, und der in Frankreich börsennotierte Investmenttrust (Reit) Foncière de Régions mit knapp einer Milliarde Euro.

Annington hatte kürzlich verkündet, mit den Gläubigern über längere Laufzeiten für die Anleihen zu verhandeln. Gagfah trauen Aktienanalysten die Refinanzierung zu, wenn die Essener ihren Rechtsstreit mit der Stadt Dresden beenden. Dabei geht es um angebliche Verstöße gegen Privatisierungsauflagen im Kaufvertrag für die zuvor städtische Gesellschaft Woba Dresden. Auf das Woba-Dresden-Portfolio entfallen RMBS in Höhe von 538 Millionen Euro. Die Gagfah hatte 2006 für die gut 45000 Wohnungen etwa 1,7 Milliarden Euro bezahlt.

Zu den Restrukturierungsbemühungen von Foncière de Régions für das Immeo-Portfolio heißt es bei Fitch, die Gesellschaft verhandele über eine Verlängerung der Laufzeit bis Juni 2015, eine anteilige Reduzierung der Tilgung und eine reduzierte Dividendenzahlung an Foncière. Die Franzosen hatten die in der Immeo zusammengefassten 46000 früheren Wohnungen des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp im Jahr 2006 für circa 2,1 Milliarden Euro gekauft.

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