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15.05.2013

13:38 Uhr

Wohnungskonzern

Gagfah kommt bei Refinanzierung voran

Aufatmen für den hoch verschuldeten Wohnungskonzern: Gagfah kommt bei seiner Refinanzierung gut voran. Ein Teil der Verbindlichkeiten für dieses Jahr konnten vom neuen Gagfah-Chef Zinnöcker neu verhandelt werden.

Der Ruf des Wohnungskonzerns Gagfah hatte unter Rechtsstreitigkeiten und Berichten über den schlechten Zustand der Wohnungen gelitten. dpa

Der Ruf des Wohnungskonzerns Gagfah hatte unter Rechtsstreitigkeiten und Berichten über den schlechten Zustand der Wohnungen gelitten.

FrankfurtDer hoch verschuldete Wohnungskonzern Gagfah kommt bei seiner Refinanzierung voran. Das Unternehmen habe einen wesentlichen Teil seiner Verbindlichkeiten für dieses Jahr neu verhandelt und stehe kurz davor, auch die übrigen Kredite abzulösen, sagte der neue Gagfah-Chef Thomas Zinnöcker am Mittwoch. „So haben wir unsere Situation deutlich verbessert und können uns wieder stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren.“

Zinnöcker war vor einem Monat vom Konkurrenten GSW zu Gagfah gewechselt. Er will die Firma, die unter Rechtsstreitigkeiten und Berichten über den schlechten Zustand der Wohnungen gelitten hat, wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Seine wichtigste Aufgabe ist allerdings der Abschluss der Refinanzierung, durch die er obendrein Zinsen einsparen will.

Bei einem neuen Milliarden-Kredit an die Dresdner Tochter Woba sei der Zinssatz von 3,85 Prozent auf 3,34 Prozent gesunken, erklärte Gagfah. Dadurch werde das Unternehmen pro Jahr 4,4 Millionen Euro einsparen. Auch bei der Ablösung eines Darlehens über rund zwei Milliarden Euro, das im August ausläuft, hofft Gagfah auf bessere Konditionen und einen Zinssatz zwischen drei und 3,5 Prozent. Diese Refinanzierung laufe nach Plan, erklärte Gagfah. Als Geldgeber stünden deutsche und internationale Banken sowie Versicherungen bereit.

Im ersten Quartal blieb das in der Branche maßgebliche operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) konstant bei 23,6 Millionen Euro. Im laufenden Jahr geht Gagfah weiter von einem Anstieg des nachhaltigen FFO um fünf bis zehn Prozent aus. Die Leerstandsquote sank im ersten Quartal dank des Verkaufs eines Immobilien-Pakets in Heidenheim deutlich auf 9,8 Prozent. Die im MDax notierte Gagfah-Aktie legte 0,6 Prozent zu.

Von

rtr

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