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27.02.2013

13:32 Uhr

Wohnungsmarkt

Immobilienpreise sind 2012 langsamer gestiegen

2012 ging es bei den Immobilienpreisen nicht ganz so stark aufwärts wie im Jahr zuvor. Im Schnitt haben sich Wohnungen und Häuser um mehr als drei Prozent verteuert. 2011 waren es noch deutlich mehr.

Innenstadt von Frankfurt am Main. Die Immobilienpreise steigen langsamer als 2011. dpa

Innenstadt von Frankfurt am Main. Die Immobilienpreise steigen langsamer als 2011.

BerlinDer Preisanstieg auf dem Häuser- und Wohnungsmarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS) etwas abgeschwächt. Eigenheime und Eigentumswohnungen hätten 2012 im Schnitt drei Prozent mehr als im Vorjahr gekostet, teilte die Bundesgeschäftsstelle der LBS am Mittwoch in Berlin mit. 2011 hatte der Preisanstieg auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt im Vergleich zum Vorjahr noch bei fünf Prozent für Häuser und bei knapp acht Prozent für Wohnungen gelegen.

Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien sei angesichts niedriger Zinsen „weiter lebhaft, aber nicht zu stürmisch“, erklärte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Käufer hätten für gebrauchte Häuser 2012 im Schnitt 161.000 Euro gezahlt, für gebrauchte Eigentumswohnungen 106.000 Euro.

Beim Neubau von Immobilien tue sich jedoch „viel zu wenig, um die aktuelle Nachfrage zu decken“, kritisierte Hamm. Neue Häuser und Wohnungen kosteten zwar deutlich mehr, böten Besitzern aber eine gute Immobilienqualität, „gerade auch in energetischer Hinsicht“. Neue Häuser hätten 2012 im Schnitt 325.000 Euro gekostet, neue Eigentumswohnungen 220.000 Euro. Die LBS werteten für die Untersuchung 35.000 Immobilienvermittlungen im Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro aus.

So viel geben die Deutschen für Miete aus

Hamburg

2008: 19,6 Prozent*
2009: 20,5 Prozent
2010: 20,1 Prozent
2011: 20,7 Prozent
2012: 21,7 Prozent

* Anteil des Nettoeinkommens, der für Miete inklusive Nebenkosten aufgewendet werden muss.

Quelle: IVD / Statistisches Bundesamt

Hannover

2008: 17,1 Prozent
2009: 17,7 Prozent
2010: 18,0 Prozent
2011: 18,8 Prozent
2012: 20,0 Prozent

Düsseldorf

2008: 17,9 Prozent
2009: 17,9 Prozent
2010: 18,4 Prozent
2011: 19,0 Prozent
2012: 19,0 Prozent

Köln

2008: 20,1 Prozent
2009: 20,1 Prozent
2010: 19,5 Prozent
2011: 20,1 Prozent
2012: 20,3 Prozent

Dortmund

2008: 16,9 Prozent
2009: 16,9 Prozent
2010: 16,7 Prozent
2011: 16,8 Prozent
2012: 16,9 Prozent

Frankfurt

2008: 21,1 Prozent
2009: 21,1 Prozent
2010: 21,0 Prozent
2011: 21,1 Prozent
2012: 21,9 Prozent

Stuttgart

2008: 21,5 Prozent
2009: 21,5 Prozent
2010: 20,9 Prozent
2011: 21,0 Prozent
2012: 22,3 Prozent

München

2008: 21,8 Prozent
2009: 22,4 Prozent
2010: 21,8 Prozent
2011: 22,6 Prozent
2012: 23,5 Prozent

Nürnberg

2008: 19,4 Prozent
2009: 18,1 Prozent
2010: 18,5 Prozent
2011: 18,9 Prozent
2012: 19,3 Prozent

Berlin-West

2008: 21,6 Prozent
2009: 21,6 Prozent
2010: 21,5 Prozent
2011: 21,8 Prozent
2012: 22,7 Prozent

Verbandsdirektor Hamm warnte angesichts des Preisanstiegs bei den Immobilien in den vergangenen Jahren vor einer „Dramatisierung von Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt“. Früher sei die Rede gewesen von einer schlechten Nachfrage. Die Preise hätten sich zeitweise nicht verändert oder seien sogar gesunken. „Wir sind deshalb eher noch mitten drin in einer gesunden Aufholentwicklung“, erklärte Hamm.

Aufgrund niedriger Zinsen ist die Finanzierung von Immobilien derzeit besonders günstig. Gleichzeitig sorgt das niedrige Zinsniveau dafür, dass Verbraucher nach lohnenden Anlagemöglichkeiten suchen.

Von

afp

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