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04.02.2008

13:52 Uhr

Wohnungsunternehmen

Briten kaufen deutsche Immobilien

Grainger plc, das größte Wohnungsunternehmen in Großbritannien, will für rund 45 Mill. Euro Francono-Rhein-Main (FRM) kaufen. Mit Franconofurt, der Muttergesellschaft von FRM, sei ein Vertrag über den Erwerb von 54 Prozent der Anteile zum Preis von 1,50 Euro je Aktie abgeschlossen worden, teilte Granger mit.

rrl DÜSSELDORF. Das Angebot an die freien Aktionäre werde dem gesetzlichen Mindestpreis entsprechend zwischen 1,76 und 1,80 Euro je Aktie betragen. FRM verwaltet Wohnungsbestände im Rhein-Main-Gebiet und Südwestdeutschland. Wie nahezu alle anderen deutschen Immobilienaktien haben auch die der FRM in den vergangen Monaten deutlich an Wert verloren. Im Juni 2007 notierte die Aktie noch um 3,40 Euro. Die Ankündigung von Grainger hievte den FRM-Kurs am Freitag auf das Niveau des Angebots an die freien Aktionäre. Auch andere Gesellschaften verbuchten Kursgewinne, so Deutsche Wohnen, Gagfah und Patrizia zwischen drei bis sechs Prozent.

Deutsche Immobiliengesellschaften sind für Käufer attraktiv, weil der Wert ihrer Aktien deutlich geringer als der Wert ihrer Immobilien ist. So will Granger FRM als Plattform für weitere Akquisitionen nutzen. Auf der Immobilienkonferenz Cimmit in der vergangenen Woche wurde deutlich, dass internationale Investoren deutsche Immo-AGs als Übernahmeziele sehen. So kündigte beispielsweise die Private-Equity-Firma Carlyle ihr Interesse an deutschen Gesellschaftern an.

Aus dem Verkauf erhalte Franconofurt zusätzliche liquide Mittel von rund 23 Mill. Euro, die es ermöglichen, das "sehr lukrative Aufteilergeschäft in Frankfurt" zu intensivieren, sagte Franconofurt -Chef Metehan Sen.

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