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05.07.2015

17:30 Uhr

Wohnungswirtschaft

Baukosten steigen weiter

VonSilke Kersting

Die Regierung hat ein Bündnis für Bauen und Wohnen auf den Weg gebracht und eine Baukostensenkungskommission. Während diese bislang ergebnislos tagen, steigen die Baukosten weiter. Die Wohnungswirtschaft schlägt Alarm.

Der Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) schlägt Alarm: Investitionen in den Wohnungsbau würden 2015 deutlich ansteigen. dpa

Teures Bauen

Der Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) schlägt Alarm: Investitionen in den Wohnungsbau würden 2015 deutlich ansteigen.

BerlinDie Wohnungswirtschaft fordert erneut Bund, Länder und Kommunen auf, „endlich einzugreifen, um das Wohnen für Haushalte mit mittleren und unteren Einkommen erschwinglich zu halten“. Es sei dringend notwendig, die Kostentreiber beim Wohnungsbau zu begrenzen, heißt es in einer Pressemitteilung zur Jahresbilanz des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), die am Montag offiziell vorgestellt wird.

In Deutschland werde zwar kräftig gebaut; die Investitionen in den Wohnungsbau würden 2015 deutlich ansteigen. „Ausgelöst durch den großen Neubaubedarf in einigen Ballungsregionen planen die Unternehmen eine Ausweitung der Neubauinvestitionen um 25,7 Prozent“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko dem Handelsblatt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: „Bauen wird immer teurer und komplizierter“, so Gedaschko. Neubau finde daher zum Großteil nur noch im oberen Mietpreissegment statt. „Die Ursachen dafür liegen in überhöhten technischen Anforderungen, unter anderem an die Energieeffizienz, steigenden Preisen für Baugrund und höheren Baukosten.“

Zudem bleibt die Wirtschaftlichkeit zunehmend auf der Strecke: Bei ambitionierten energetischen Standards stiegen die Kosten aufgrund des hohen baukonstruktiven und anlagentechnischen Aufwandes exponentiell an, während das Einsparpotenzial beim Energieverbrauch immer kleiner werde, bemängelt der GdW.  Die Wirtschaftlichkeit von Wohnungsneubauten verschlechtere sich also zunehmend, je höher das energetische Anforderungsniveau ausfalle. „Bereits für den energetischen Standard, den die Energieeinsparverordnung ab 2016 vorschreibt, kann die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen werden.“

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Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte ein Bündnis für bezahlbares Bauen und Wohnen auf den Weg gebracht, ebenso eine Baukostensenkungskommission. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor. Bis Ende Juli will das Ministerium Handelsblatt-Informationen zufolge einen Entwurf mit Vorschlägen präsentieren.

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