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08.08.2015

14:42 Uhr

Zeitungsbericht

Makler umgehen mit Tricks das Bestellerprinzip

Wer einen Makler bestellt, der muss ihn auch bezahlen. Das gilt seit dem 1. Juni. Einige Makler haben ihr Schicksal nun offenbar selbst in die Hand genommen - und versuchen das Bestellerprinzip mit Tricks zu umgehen.

Wer bestellt, zahlt - das gilt für Makler seit dem 1. Juni 2015. dpa

Makler-Courtage

Wer bestellt, zahlt - das gilt für Makler seit dem 1. Juni 2015.

München Als Reaktion auf neue Gesetzesbestimmungen im Mietrecht wenden Makler offenbar neue Tricks an, um Wohnungssuchende zur Kasse zu bitten. Ziel sei es, das seit gut zwei Monaten in Deutschland geltende Bestellerprinzip zu umgehen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag. Dieses besagt, dass bei Mietwohnungen derjenige den Makler bezahlt, der ihn auch bestellt hat - also nicht mehr automatisch der Mieter.
Einige Makler versuchen dem Bericht zufolge, die Kosten dennoch auf die Mieter abzuwälzen. Von Wohnungssuchenden werde etwa verlangt, rückwirkend einen "Suchauftrag" zu unterschreiben, der suggeriert, die Mieter hätten den Makler bestellt. Andere dagegen verlangen demnach eine "Vertragsausfertigungsgebühr" von mehreren hundert Euro.

Die Zahlung einer Maklerprovision durch einen Mieter ist so geregelt: Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes muss sie ein Mieter nur dann zahlen, wenn er einen Makler schriftlich oder in Textform beauftragt eine Wohnung zu suchen und der Makler dann aufgrund dieses Auftrags eine Wohnung beschafft. Nimmt er eine Wohnung aus seinem Bestand, muss der Mieter nicht zahlen.




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