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05.02.2013

13:50 Uhr

ZIA-Gutachten

Immobilienpreise werden weiter steigen

Der ZIA hat sein Frühjahresgutachten vorgestellt. Demnach dürften Immobilien 2013 weiter teurer werden. Vor allem in den drei größten deutschen Städten müssen Käufer und Mieter tiefer in die Tasche greifen.

Immobilienanzeigen: Die Preise werden einer Studie zufolge weiter steigen. obs

Immobilienanzeigen: Die Preise werden einer Studie zufolge weiter steigen.

BerlinDie deutsche Immobilienwirtschaft rechnet in diesem Jahr mit weiter steigenden Kauf- und Mietpreisen. Der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) erwartet bei den Mieten im Durchschnitt ein Plus von drei Prozent und von fünf Prozent bei den Kaufpreisen für Wohnimmobilien. Das geht aus dem Frühjahresgutachten des ZIA hervor, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

In München, Hamburg und Berlin dürften die Immobilienpreise laut Prognose um sechs bis zehn Prozent steigen. Dies sei aber durch fundamentale Daten gedeckt und noch keine Preisblase, sagte der Gutachter Harald Simons. In den Großstädten sei das Angebot für die steigende Nachfrage zu schwach.

Von

dpa

Kommentare (5)

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atinak

05.02.2013, 14:13 Uhr

Das bezweifle ich nach den bisherigen steilen Preisanstiegen, immer massiveren Auflagen für die Vermieter und den Negativerfahrungen, die viele Käufer mit ihren überteuert eingekauften Immobilien gemacht haben. Der ARbeitsmarkt und die Gehälter werden nicht durch die Decke schießen, und irgendwann ist die Obergrenze erreicht. Zudem gibt es dank Internet immer mehr mobile Arbeitsplätze, die den Zwang, in der Stadt wohnen zu müssen, reduzieren. Klar behauptet die Immobilienbranche das GEgenteil, aber ein Teil der Preistreiber - die superreichen Steuerhinterzieher aus den südeuropäischen Staaten, die massenhaft in den angeblich sicheren deutschen Immomarkt investiert haben -, ist gesättigt oder zieht sich bereits wieder zurück. Immoblasen wurden noch nie rechtzeitig erkannt und von den Profiteuren bis zum letzten Moment geleugnet.

Malocher

06.02.2013, 17:42 Uhr

Ich habe vor 3 Jahren in FFM Westend für 500.000 Euro 2 Wohnungen gekauft. Super Investition, die Preise sind seit Kauf um 20 Prozent gestiegen. 100.000 für nix machen.
Zudem habe ich noch Miete kassiert, so kann es weitergehen, dann kann ich schon in 10 Jahren mit 52 in Rente gehen.

WFriedrich

12.02.2013, 10:07 Uhr

Die regionalen Unterschiede von Angebot und Nachfrage und folgerichtig von Wert- und Preisentwicklung zeigen uns, dass die Standortpolitik als Teil der Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen steht, die nun angenommen werden müssen. Da pendeln die Familienväter aus dem Bayerischen Wald und dem Osten in die Metropolen. In weiten Teilen Ostdeutschland ist der Markt vollends zerrüttet. Gleichzeitig gieren die Boomtowns nach personenanzahlabhängigen Schlüsselzuweisungen, statt zu hinterfragen, ob partielle Attraktivität mit weit größeren Nachteilen an anderer Stelle bitter erkauft werden. Wer immer noch glaubt, Lösungen für Verwerfungen im Immobilienmarkt vorzugsweise im Immobilienmarkt zu finden, ist naiv oder denkfaul oder handlungsunfähig. Wohnen und arbeiten lassen sich nicht trennen. Der Schlüssel zur Überwindung von Preisexzessen einerseits und Leerstand andererseits ist die Steuerung des Arbeitsangebotes mittels der struktur- und ablaufpolitischen Instrumente. Wir brauchen wieder Kongruenz zwischen Wohnungs- und Arbeitsangeboten in der Fläche. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass sich Ballungszentren weiter verdichten und schließlich verslammen. Kontraproduktiv sind Bürokratenvehikel, mittels derer inflationsgetriebene Scheinwertsteigerungen der Bodenpreise an die Stelle echter, d.h. von wirtschaftlicher und demografischer Prosperität, Wertsteigerungen gerückt werden, um aus Regionen Abgaben heraus zu pressen, die angesichts düsterer Bevölkerungsprognosen eher die Perspektive von Wüstungen als blühender Urbanität haben. Begünstigt durch die Bevölkerungsdichte unseres Vaterlands sehe ich keine objektiven, sondern lediglich subjektive Hemmnisse bei der Überwindung der Probleme am Immobilienmarkt. Es sind reine Standortprobleme, deren Ursache das Auseinandertriften von Wohnen und Arbeiten ist.

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