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17.01.2005

08:29 Uhr

In Amerika geht die Quartalssaison in die heiße Phase - Firmen senden unterschiedliche Signale

Woche der Wahrheit in den USA

VonKatharina Kort

Die internationalen Aktienbörsen wollen nicht richtig in Fahrt kommen. Eigentlich gilt der Januar als guter Börsenmonat. Doch die Saison der Quartalsberichte hat in diesem Jahr holperig begonnen.

FRANKFURT/M. Der Aluminium-Hersteller Alcoa warnte vor einem Gewinnrückgang, Technologie-Unternehmen wie AMD, Sun Microsystems, Infineon und Epcos gaben ebenfalls negative Signale. Nun richtet sich das Augenmerk der Anleger auf die Unternehmen, die in dieser Woche ihre Zahlen vorlegen.

„Nach dem schwungvollen Start in das Jahr 2005 sind die internationalen Aktienmärkte schon wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt“, beschreiben die Strategen der Commerzbank die Lage. Der Dax fiel in der vergangenen Woche gegenüber der Vorwoche um zwei Prozent und schloss am Freitag bei 4 232 Punkten. Noch in der ersten Januarwoche hatte er ein neues Zweieinhalbjahreshoch erreicht. Doch in der abgelaufenen Woche drückte wieder der hohe Ölpreis die Märkte. Grund war die Angst vor Lieferengpässen im kalten nordamerikanischen Winter. Viele Marktteilnehmer hätten zudem die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen genutzt, erklärt die Commerzbank die jüngsten Verluste. Der Dow Jones hat die dritte Woche in Folge verloren. Gegenüber dem Freitag der Vorwoche schloss der US-Aktienindex 0,43 Prozent tiefer bei 10 566 Punkten.

Den deutschen Aktienmarkt werden diese Woche vor allem die Übernahmeverhandlungen der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) bestimmen. Die Aktie der Deutschen Börse war am Freitag der größte Verlierer im Dax, weil Anleger fürchten, dass die geplante Übernahme zu teuer wird. Auch die Deutsche Bank könnte noch einmal im Mittelpunkt der Anleger stehen, nachdem sie am Freitag Nachmittag verkündet hat, dass die Abfindungen für den angekündigten Stellenabbau und andere Sonderposten mit 600 Mill. Euro zu Buche schlagen werden. Mit Thyssen Krupp und der Kosmetikkette Douglas legen in Deutschland nur zwei größere Unternehmen ihre Zahlen vor. In der Schweiz veröffentlicht der Pharmakonzern Novartis am Donnerstag sein Ergebnis.

In den USA geht die Berichtssaison dagegen in die heiße Phase. Vor allem Banken und Technologiewerte werden dort die Märkte bestimmen. Allein am Dienstag legen Banc of America, der Internetdienst Yahoo, der Computerhersteller IBM, der Chip-Riese AMD, das Handy-Unternehmen Motorola und der Mischkonzern 3 M ihre Zahlen für das vergangene Jahr vor. Am Mittwoch folgen der Autokonzern General Motors, der Pharma-Riese Pfizer, die Bank JP Morgan Chase und das Internet-Auktionshaus Ebay. Am Donnerstag kommen mit Citigroup, Ford und AT&T weitere Schwergewichte. Beendet wird die Woche der Quartalsergebnisse von dem Mischkonzern General Electric. Am Montag bleiben in den USA Börsen, Banken und Behörden wegen des „Martin Luther King Day“ geschlossen.

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