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31.01.2017

11:06 Uhr

Inflation Euro-Zone

Verbraucherpreise ziehen um 1,8 Prozent an

Die Preise innerhalb der Euro-Zone sind im Januar dieses Jahres um 1,8 Prozent gestiegen – so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Analysten hatten mit einer geringeren Teuerung gerechnet.

Das EZB-Schreckgespenst einer Deflation ist gewichen, die Preise in der Eurozone sind deutlich gestiegen. dpa

Kleingedrucktes Preisschild

Das EZB-Schreckgespenst einer Deflation ist gewichen, die Preise in der Eurozone sind deutlich gestiegen.

FrankfurtDie Verbraucherpreise im Euro-Raum sind zum Jahresstart auf Grund gestiegener Energiekosten so stark nach oben geschnellt wie seit rund vier Jahren nicht mehr. Im Januar kosteten Waren und Dienstleistungen im Schnitt 1,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten lediglich 1,6 Prozent erwartet, nachdem im Dezember die Teuerungsrate bei 1,1 Prozent gelegen hatte.

Hauptgrund des Anstiegs waren die Energiepreise, die um kräftige 8,1 Prozent zulegten. Das Opec-Kartell und andere Förderländer hatten sich auf eine Produktionskürzung geeinigt, wodurch der Rohölpreis anzog. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 3,3 Prozent, Dienstleistungen um 1,2 Prozent.

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Die Teuerung im Euro-Raum kommt damit wieder deutlich näher an das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) heran. Die Währungshüter erachten knapp zwei Prozent Inflation als ideales Niveau für die Wirtschaftsentwicklung. Bereits seit dem Frühjahr 2013 verfehlen sie diese Marke. Fachleute der EZB veranschlagen in ihren jüngsten Prognosen für 2019 einen Wert von 1,7 Prozent, womit die Notenbank das Ziel auch in zwei Jahren noch nicht erreichen würde.

Den Anstieg sollten Anleger allerdings nicht überbewerten. So stieg die Kerninflation in der Eurozone im selben Zeitraum nur geringfügig von 0,8 auf 0,9 Prozent. In der Kerninflation sind die Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet. Sie gilt damit als der verlässlichere Indikator für den Preisanstieg – und damit auch für den Erfolg des EZB-Chefs Mario Draghi.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Heinz Keizer

31.01.2017, 12:27 Uhr

Kerninflation ? Man kann alles berechnen, bis es einem past. Draghi wird seine Politik nicht ändern, weil er ja etwas ganz anderes bezweckt. Darf er nur nicht zugeben. Auch wenn die Inflationsrate auf 3 oder 4 % steigen sollte, wird er auf eine niedrige "Kerninflation" hinweisen.

Herr Wolfgang Trantow

31.01.2017, 17:56 Uhr

Die Preise müssen steigen damit Frau Merkel mehr Geld für den Islam und Banker verteilen kann.

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