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25.07.2014

12:42 Uhr

Inflation

Russische Zentralbank erhöht die Zinsen

Wegen der anziehenden Inflation und geopolitischen Spannungen hat die russische Zentralbank überraschend die Zinsen erhöht. Bereits im März und April waren die Zinsen um insgesamt zwei Prozentpunkte angehoben worden.

Russische Rubel: Die russische Landeswährung legte zum Dollar nach dem Zins-Entscheid leicht zu. dpa

Russische Rubel: Die russische Landeswährung legte zum Dollar nach dem Zins-Entscheid leicht zu.

MoskauMitten in der Ukraine-Krise hat Russlands Notenbank die Leitzinsen überraschend erhöht. Die Zentralbank in Moskau begründete die Entscheidung am Freitag mit der Sorge vor einer anziehenden Inflation sowie geopolitische Spannungen. Zentralbankgeld verteuert sich mit der Erhöhung um einen halben Punkt auf acht Prozent.

Bereits im März und April waren die Zinsen um insgesamt zwei Prozentpunkte angehoben worden. Die Inflationsrate war im Juni mit 7,8 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinausgeschossen. Sie nannte zudem die möglichen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf den Wechselkurs als Grund für die Straffung der Zügel.

Flugzeugabsturz über der Ukraine

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Das Flugzeug

Es handelt sich eine Boeing 777-200ER der Malaysia Airlines, die sich mit 283 Passagieren und einer 15-köpfigen Crew an Bord auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur befand. Die Maschine verließ Amsterdam am Donnerstag um 12.15 Uhr Ortszeit, ankommen sollte sie am Freitag um 6.10 Uhr morgens (wiederum Ortszeit).

Die Route

Die Ostukraine ist Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen prorussischen Rebellen und ukrainischen Sicherheitskräften. Die Separatisten haben im Zuge des Konflikts ukrainische Militärflugzeuge über der Region abgeschossen. Die Route, auf der die Boeing flog, war aber anscheinend keinen Beschränkungen unterworfen, wie die International Air Transport Association, eine Vereinigung der Luftfahrt-Industrie, sagt. Eurocontroll, eine auf Flugsicherheit spezialisierte europäische Organisation, teilt mit, dass die Maschine anscheinend in einer Höhe von 10.000 Metern flog, die genehmigt war. Dagegen hätten ukrainische Stellen den Luftraum für Flüge in geringerer Höhe gesperrt.

Der Absturz

Ukrainische Behörden teilten Malaysia Airlines nach deren eigenen Angaben mit, dass sie den Kontakt mit dem Flugzeug verloren hätten, als es sich etwa 50 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt befand. Laut dem Service FlightAware.com, der den Weg von Flugzeugen verfolgt, war die letzte bekannte Position von Flug MH17 in 10.000 Meter Höhe knapp westlich der ukrainischen Grenze zu Russland. Ukrainische Stellen meldeten den Absturz, und ein Journalist der Nachrichtenagentur AP entdeckte die Stelle in der Nähe eines Dorfes, das 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt und von prorussischen Kämpfern kontrolliert wird. Nach den Schilderungen des Reporters brach das Flugzeug anscheinend vor dem Aufprall auf der Erde auseinander. Brennende Wrackteile und Gegenstände, die den Passagieren gehörten, waren über ein großes Gebiet verstreut.

Die Ursache

Ein Berater des ukrainischen Innenministeriums sagte, das Flugzeug sei von einer Rakete abgeschossen worden, aber er legte keine Beweise dafür vor. Umgekehrt erklärte ein prorussischer Separatistenführer, er sei sich sicher, dass ukrainische Truppen den Airliner zum Absturz gebracht hätten. Aber auch er belegte seine Behauptung nicht. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wies Anschuldigungen zurück, dass das Militär des Landes die Tragödie verursacht habe.

Auch die US-Geheimdienste gehen inzwischen einem Regierungsvertreter zufolge davon aus, dass die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete vom Himmel geholt wurde. Wer sie abschoss, sei aber noch unklar.

Unabhängige westliche Verteidigungsexperten sagten AP, dass sowohl die ukrainischen als auch die russischen Streitkräfte über die Kapazitäten verfügten, SA-17-Raketen zu starten. Diese Raketen können eine Höhe von 20.000 Metern erreichen. Es ist möglich, dass ein paar dieser Waffensysteme beim Rückzug ukrainischer Truppen in die Hände prorussischer Rebellen fielen. AP-Journalisten sahen einen Raketenwerfer ähnlich dem SA-17-System am Donnerstag nahe der ostukrainischen Stadt Snischne, die von Aufständischen kontrolliert wird.

Die Passagiere

Mindestens 154 Menschen an Bord waren Niederländer, wie Huib Gorter, Vizepräsident von Malaysia Airlines in Europa, sagt. Zu den Insassen zählten demnach ferner 27 Australier, 23 Malaysier (darunter alle 15 Crewmitglieder) und 11 Indonesier. Darüber hinaus wurden bis Donnerstagnacht sechs britische, vier deutsche, vier belgische und drei philippinische Passagiere sowie ein Kanadier identifiziert. Unter den Toten waren jüngsten Angaben zufolge drei Kleinkinder, die nicht in die Passagierliste aufgenommen worden waren. Die Nationalität von 41 weiteren Insassen war zunächst noch ungeklärt.

Die russische Landeswährung legte zum Dollar nach dem Entscheid leicht zu. Wegen seiner Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen Russland mit Sanktionen belegt, die bereits in den vergangenen Monaten den Aktienmarkt des Schwellenlandes belasteten und zu einem Kursverfall des Rubel führten. Derzeit berät die EU über eine Verschärfung der Strafmaßnahmen. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Von

rtr

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