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13.07.2017

08:15 Uhr

Inflationsrate

Verbraucherpreise steigen um 1,6 Prozent

Für Lebensmittel müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als im letzten Jahr. Die hohen Preise treiben die Inflation: Die Verbraucherpreise zogen im Juni um durchschnittlich 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat an.

Besonders für Milchprodukte mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, nachdem viele Molkereien mit großen Einzelhändlern höhere Preise durchsetzen konnten. dpa

Schweizer Käse

Besonders für Milchprodukte mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, nachdem viele Molkereien mit großen Einzelhändlern höhere Preise durchsetzen konnten.

BerlinTeurere Lebensmittel haben die Inflation im Juni steigen lassen. Die Verbraucherpreise in Deutschland zogen um durchschnittlich 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Mai lag die Rate bei 1,5 Prozent, im April bei 2,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Eine rasche Abkehr von ihrer Nullzinspolitik ist angesichts des geringen Inflationsdrucks in der Währungsunion nicht in Sicht - trotz besserer Konjunktur.

Preistreiber waren diesmal Nahrungsmittel. Sie kosteten 2,8 Prozent mehr als im Juni 2016. Besonders für Milchprodukte mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, nachdem viele Molkereien mit großen Einzelhändlern höhere Preise durchsetzen konnten. Butter kostete 59,5 Prozent mehr. Bei Fisch (+3,4 Prozent) und Fleisch (+1,8) zogen die Preise ebenfalls überdurchschnittlich an. Für Pauschalreisen mussten wegen der Pfingstferien 5,6 Prozent mehr bezahlt werden. Dämpfend auf die Inflation wirkte Energie: Hier blieben die Preise insgesamt stabil. Dabei kosteten Kraftstoffe 0,2 und Strom 1,5 Prozent mehr, während sich Gas um 3,2 Prozent und die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um 1,1 Prozent verbilligten.

Experten wie die vom Münchner Ifo-Institut rechnen in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,7 Prozent. Damit nagt die Inflation stärker an der Kaufkraft, denn 2016 lag sie nur bei 0,5 Prozent. Im ersten Quartal stiegen die Reallöhne mit 0,6 Prozent so schwach wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr.

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Leonardo Cizikil

13.07.2017, 09:39 Uhr

Danke Draghi! Die Lira war die einzig wahre und beste Währung. Muss gucken, ob mein Gehalt auch so stark ansteigt. Sonst sollte man meinen, man wird ordentlich verarscht.
"SCREW" the best ghost

Herr Laurent Scherer

13.07.2017, 12:13 Uhr

Die Inflation reduziert die Kaufkraft unseres Einkommens und das jedes Jahr aufs Neue! Diese Entwertung des Einkommens kann man z.bsp. durch richtiges und erfolgreiches Investieren ausgleichen; Wenn mein Geld 2% p.a an Wert verliert und ich mein Einkommen um 2% steigere dann muss ich nicht immer mehr und mehr sparen...
Sparen ist allerdings sehr sinnvoll um Geld zu sammeln welchen man dann investiert, nur sollte das Sparen nicht zum Dauerzustand werden, das ist gut für niemanden.

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