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07.07.2014

12:24 Uhr

Investmentlegende

Wie Warren Buffett grün investiert

Quelle:Börse am Sonntag

Er ist die lebende Legende unter den Starinvestoren. Er liebt klassische Aktien wie Coca-Cola oder IBM. Doch nun spekuliert er immer stärker mit grünem Geld. Worauf er setzt und wie er dabei Steuern spart.

Bei seinen Investments hat Warren Buffett oft Weitblick bewiesen. Nun setzt die Investmentlegende auf grüne Energie und finanziert Windparks. Hinter den Projekten steckt nicht etwa ethische Überzeugung, sondern Kalkül. dpa

Bei seinen Investments hat Warren Buffett oft Weitblick bewiesen. Nun setzt die Investmentlegende auf grüne Energie und finanziert Windparks. Hinter den Projekten steckt nicht etwa ethische Überzeugung, sondern Kalkül.

Warren Buffett ist 83 Jahre alt und mit rund 62 Milliarden Dollar nicht nur einer der reichsten Menschen der Welt. Er schlägt immer noch Jahr für Jahr durch geschickte Investitionen die Börsenindizes – und zwar deutlich. Mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway zeigt er auf ganz altmodische Weise den coolen und cleveren Börsenprofis, wie man wirklich Vermögen macht.

Er kauft fast ausschließlich solide, werthaltige Aktien, Unternehmen und (wenige) Anleihen mit betont langfristigem Anlagehorizont. Buffett hat damit von 1965 bis heute eine unglaubliche Jahresrendite von mehr als 20 Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Er setzt gerne auf klassische Aktien wie Coca-Cola, Wells Fargo oder IBM. Und er investiert munter weiter.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Von einem Börsencrash geht der legendäre Investor nicht aus: „Wir befinden uns nicht in einer Blase”, tritt Buffett Medienberichten entgegen, wonach er die Märkte für überbewertet halte und sich bereits für einen Crash wappne. „Mindestens für die ersten zwölf Jahre nach meinem Tod bin ich bullish wie eh und je”, scherzt er dieser Tage öffentlich.

Derzeit hat Berkshire Hathaway mehr als 40 Milliarden Dollar flüssig, und die Barbestände nehmen schneller zu, als sie investiert werden können. Buffett räumt ein, dass der Tag nicht fern sei, an dem Berkshire „mehr Geld haben wird, als es intelligent investieren kann”. Neben dem riesigen Aktienportfolio wird das Reich Buffetts bereits handfester. Eisenbahnen, Energieversorger, ja sogar den Ketchup-Hersteller „Heinz” hat er übernommen.

Der 83-Jährige, der noch lange nicht ans Aufhören denkt, will gemeinsam mit seinem 90-jährigen Co-Vorstand Charlie Munger das Portfolio bunter machen. Die Farbe Grün spielt dabei neuerdings eine größere Rolle. Über seine Gesellschaft MidAmerican mit Sitz in Des Moines steigt er nach und nach ins Öko-Energiegeschäft ein. Solarkraftwerke und Windradparks gehören mittlerweile zu seinem Imperium. MidAmerican Energy baut mehr als ein Gigawatt an Windradenergie und investiert in die weltgrößte Fotovoltaik-Anlage in Arizona.

Kommentare (1)

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Sergio Puntila

07.07.2014, 12:47 Uhr

Mit Steingart von Buffet lernen: kaufen solange es billig ist und verkaufen zum richtigen Zeitpunkt.
Ist Buffett nun intelligent wegen seiner Entscheidungen oder trotz seinen Entscheidungen?
Oder ist Buffet lediglich ein kleiner Ladenlümmel, dem man lediglich nacheifern sollte - damit die Welt morgens um sieben auch wieder in Ordnung wirkt?

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