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06.10.2015

14:29 Uhr

Investmentspezialist Bill Gross

„Es werden noch mehr schlechte Zahlen kommen“

Bill Gross hatte bereits mit Anlageempfehlungen zu deutschen Bundesanleihen und chinesischen Aktien Recht behalten. Jetzt prophezeit der Investmentexperte ein weiteres Kursminus von zehn Prozent bei US-Aktien.

„Die Anleger brauchen eine kalte Dusche und müssten den Tanz jetzt erst einmal abwarten.“ Reuters

Bill Gross

„Die Anleger brauchen eine kalte Dusche und müssten den Tanz jetzt erst einmal abwarten.“

Bill Gross rechnet bei US-Aktien mit einem weiteren Kursminus von zehn Prozent und rät Investoren, der aktuellen Volatilität mit hohen Beständen an liquiden Mitteln zu begegnen. Im Januar hatte der Investmentspezialist bereits für viele Anlageklassen in diesem Jahr Verluste prognostiziert.

Die Reaktionen an den Märkten auf die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA am vergangenen Freitag zeigten, dass der Handel an den Märkten, insbesondere bei Aktien, Hochzinsanleihen und einige Schwellenmarktanleihen, wie in einem Spielcasino laufe, erläuterte Gross in einem Interview mit Bloomberg News am Freitag.

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Gross hatte in diesem Jahr bereits mit Anlageempfehlungen zu deutschen Bundesanleihen und chinesischen Aktien richtig gelegen. Jetzt geht er davon aus, dass die Kurse der US-Aktien um weitere zehn Prozent absinken werden, da die konjunkturellen Bedingungen nicht wie im Jahr 2013 eine Rally stützten. Bei den Gewinnen gehe es nicht aufwärts und außerdem litten Energieunternehmen unter den niedrigen Rohstoffpreisen, argumentierte Gross, der den 1,4 Mrd. Dollar schweren Janus Global Unconstrained Bond Fund verwaltet.

„Es werden noch mehr schlechte Zahlen kommen und wenn man einen Bärenmarkt als eine Korrektur um 20 Prozent definiert, werden wir in sechs bis zwölf Monaten die klassische Definition eines Bärenmarktes haben, was eine Abwärtsbewegung um weitere zehn Prozent bedeutet“, führte er aus.

Die beste Investmentchance seien aktuell liquide Mittel, bis die Anleger eine bessere Sicht auf die wahrscheinliche Konjunkturentwicklung und die Geldpolitik der Federal Reserve bekämen, so Gross. „Cash bringt keine Rendite aber auch keine Verluste“, daher sei ein Ertrag von 0,25% bis 0,50% bei Geldmarktanleihen im Vergleich zu vier bis fünf Prozent bei riskanteren Anlagen keine echte Strafe, beschreibt er. „Die Anleger brauchen eine kalte Dusche und müssten den Tanz jetzt erst einmal abwarten.“

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