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11.05.2016

20:32 Uhr

IWF

Lagarde prangert Bestechungsgelder an

Christine Lagarde bemängelt, dass jährlich Bestechungsgelder in Höhe von fast zwei Billionen Euro gezahlt werden. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds wies dabei auf einen Dominoeffekt hin.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds will gegen Korruptionsprobleme ankämpfen. dpa

Christine Lagarde

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds will gegen Korruptionsprobleme ankämpfen.

WashingtonWeltweit werden pro Jahr Bestechungsgelder in Höhe von 1,5 bis 2 Billionen US-Dollar gezahlt. Darauf hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, vor dem am Donnerstag in London startenden Internationalen Korruptionsgipfel hingewiesen. Dies entspreche einem Volumen von zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Bestechung sei nur ein kleiner Teil aller möglichen Formen von Korruption, schrieb Lagarde in einem Essay, das sie am Mittwoch in Washington vorlegte.

Lagarde wies auch auf Dominoeffekte hin. „Wenn die Gewährung einer Ausnahme bei einer Steuerzahlung als ein Ergebnis von Bestechung angesehen wird, dann ist es nicht überraschend, dass die Öffentlichkeit weit weniger bereit ist, die Steuergesetze einzuhalten“, schrieb die Französin.

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Korruption habe negative Einflüsse auf die gesamte Gesellschaft. Sie behindere Bildungschancen, das Wirtschaftswachstum, die Infrastruktur. Zahlreiche Beispiele belegten, dass der Kampf gegen Korruption erfolgreich sein kann. „Den Mythos, es sei ein kulturelles Problem, akzeptiere ich nicht“, schreibt Lagarde. Es gebe Beispiel für Länder, die sehr erfolgreich gegen Korruption vorgegangen seien. In einigen Entwicklungsländern sei das Problem geringer als in einigen entwickelten Ländern.

Von

dpa

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