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27.03.2017

16:47 Uhr

Jan Smets

EZB-Ratsmitglied für Politik der ruhigen Hand

Nach dem EZB-Ratsmitglied Jan Smets solle die Notenbank nicht von ihrer aktuellen Geldpolitik abweichen. Der niedrige Leitzins solle auch nach dem Anleihe-Kauf beibehalten werden. Es gibt noch einen anderen Vorschlag.

Belgiens Notenbank-Chef macht die Position der EZB klar: Sie solle bei ihrer Geldpolitik bleiben. Jede andere Ansicht stelle eine „Minderheits-Position“ dar, so Smets. Reuters, Sascha Rheker

Jan Smets

Belgiens Notenbank-Chef macht die Position der EZB klar: Sie solle bei ihrer Geldpolitik bleiben. Jede andere Ansicht stelle eine „Minderheits-Position“ dar, so Smets.

FrankfurtEZB-Ratsmitglied Jan Smets hält es trotz der sich festigenden Erholung im Währungsraum nicht für sinnvoll, vom aktuellen geldpolitischen Ausblick der Notenbank abzuweichen. „Unsere Forward Guidance ist klar und wir müssen dabei bleiben“, sagte Belgiens Notenbank-Chef der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview. Unter „Forward Guidance“ wird im Notenbank-Fachjargon der geldpolitische Ausblick einer Zentralbank verstanden. Dieser sieht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aktuell vor, dass die Leitsätze weit über die Zeit des Anleihen-Kaufprogramms hinaus auf dem aktuellen Niveau oder sogar noch niedriger liegen werden.

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„Falls andere Ansichten zu dieser Frage geäußert wurden, spiegeln sie eine Minderheiten-Position wider“, sagte Smets. Die Entscheidungen der EZB seien klar, die Notenbank solle ihre Politik der ruhigen Hand beibehalten. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hatte es unlängst offengelassen, ob bei einem Ausstieg aus der Politik des ultrabilligen Geldes zunächst die massiven Anleihekäufe beendet oder Schlüsselzinsen angehoben werden sollen. Die EZB könne auch den Einlagenzins früher erhöhen als den Leitzins, hatte Österreichs Notenbank-Gouverneur gesagt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Heinz Keizer

27.03.2017, 17:54 Uhr

Plötzlich ist eine Politik der ruhigen Hand, zu deutsch: immer weiter mit dem Unsinn, gefragt. Bei Einführung konnte es gar nicht schnell genug gehen. Die EZB hat jede Glaubwürdigkeit verloren.

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