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20.04.2016

19:03 Uhr

Janet Yellen

Trump will bei Wahlsieg Fed-Spitze austauschen

Donald Trump will Janet Yellen loswerden. Der US-Präsidentschaftsbewerber hat angekündigt, im Falle eines Wahlsieges für eine neue Spitze an der Fed zu plädieren. Außerdem will er die Macht der US-Notenbank begrenzen.

Heimspiel in New York

Deutliche Siege: Trump und Clinton bauen Vorsprung aus

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WashingtonDer republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erwägt, im Falle eines Wahlsiegs für eine neue Spitze an der US-Notenbank Fed zu plädieren. Die seit Februar 2014 amtierende Fed-Chefin Janet Yellen haben seiner Meinung nach „dienliche Arbeit“ geleistet, sagte der Milliardär dem Magazin „Fortune“. Dennoch wäre er „mehr geneigt, andere Leute einzusetzen“. Er sprach sich auch dafür aus, die Macht der Fed zu begrenzen und Kongressprüfungen zuzulassen. Gleichwohl bezeichnete er die derzeit immer noch niedrigen Zinsen „als die beste Sache, die wir für uns am laufen haben“. Sollten sie dagegen auf „drei oder vier Prozent oder was auch immer“ erhöht werden, könne dies der Wirtschaft schaden.

Trump sagte in dem am späten Dienstagabend in Auszügen vorab veröffentlichten Interview, er würde die niedrigen Zinsen nutzen, um den Schuldenberg der USA zu refinanzieren. Auch würde er die Staatsausgaben für die Infrastruktur und das Militär erhöhen. Allerdings rückte er von Äußerungen ab, die er Anfang April gegenüber der „Washington Post“ gemacht hatte. Damals sagte er, er würde binnen acht Jahren mehr als 19 Billionen Dollar Schulden abbauen. Jetzt sagte er, man könne einen Teil davon abbezahlen, je nachdem wie aggressiv man vorgehe.

Warum die US-Wahl für Deutschland wichtig ist

Politisches Verhältnis

Weniger herzlich ist das transatlantische Verhältnis geworden. Kühler, zweckorientierter, auch fremder. Die Uneinigkeit Europas und sein Auseinanderdriften besorgen Washington sehr. Wird der nächste Präsident auf Distanz bleiben und die Bindungen nach Asien ausbauen – oder wird er sich wieder um mehr Nähe bemühen?

Flüchtlinge

Wenn die Konflikte im Nahen Osten eskalieren - was bedeutet das für die Flüchtlingsbewegungen und ihr Hauptziel Deutschland? Ein härterer, weniger international denkender Präsident würde noch viel weniger Syrien-Flüchtlinge in die USA lassen. Das könnte den Druck auf andere Länder erhöhen.


Außenpolitik

Wer auch immer Barack Obama nachfolgen wird: Er wird außenpolitisch eine härtere Gangart anschlagen. Mehr Aggressivität im Nahen Osten und in Nordafrika ist wahrscheinlich. Die Erwartungen an den Nato-Partner Deutschland werden steigen.

Energie

Treibt der 45. Präsident der USA die Energieautonomie seines Landes voran, fördert das Fracking weiter? Wenn die USA deswegen ihr Engagement in der ölreichen Golfregion weiter zurückfahren, was heißt das für Deutschlands und Europas Rolle in Nahost?

Klima

Ohne die USA geht beim Klimaschutz nichts voran. Deutschland hat an diesem Thema großes Interesse, ein republikanischer Präsident aber könnte das dagegen ganz anders sehen.

TTIP

Das Freihandelsabkommen TTIP soll 2017 oder 2018 abgeschlossen werden. Wirtschaftlich wäre das für Deutschland und Europa bedeutend. Wie viel Wert wird der nächste US-Präsident darauf legen wollen, wenn dann das Pendant zu diesem TTIP unter Dach und Fach sein sollte, das gewaltige Abkommen TTP mit den Pazifikanrainern?


Trump festigte mit einem deutlichen Sieg bei der Vorwahl am Dienstag in New York seinen Favoritenstatus im Rennen um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner. Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton vorne. Die Amerikaner entscheiden am 8. November über die Nachfolge von Barack Obama, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten darf.

Von

rtr

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