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23.07.2014

08:28 Uhr

Japanische Notenbank

Ende der Deflation in Sicht

Nach Jahren des Misserfolgs und sinkender Leistung scheint Japan die Kurve gekriegt zu haben. Die japanische Notenbank sieht bereits ein Ende der Deflation und zeigt sich optimistisch.

Wachstum statt Stagnation: Die japanische Wirtschaft scheint sich gefangen zu haben. ap

Wachstum statt Stagnation: Die japanische Wirtschaft scheint sich gefangen zu haben.

ShizuokaJapan steuert seiner Zentralbank zufolge nach Jahren fallender Preise und sinkender Wirtschaftsleistung auf ein Ende dieser Abwärtsspirale zu. Die Deflation könne in absehbarer Zeit überwunden werden, sagte der Vize-Gouverneur der japanischen Notenbank, Hiroshi Nakaso, am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern. Allerdings schwächelten weiterhin die Exporte, warnte Nakaso.

Über Jahre hinweg lähmte die Deflation die Konjunktur der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft nach den USA und China. Angesichts steigender Löhne und Gehälter wagen japanische Unternehmen nun aber wieder, verstärkt höhere Preise für ihre Waren durchzusetzen. Eine Deflation ist wegen ihrer Gefahren für die Konjunktur gefürchtet, auch die EZB beugt vor.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

.In Japan ist der Weg zu der dort angestrebten Inflationsrate von zwei Prozent allerdings erst zur Hälfte geschafft, wie Notenbank-Vize Nakaso betonte. Mit dieser Äußerung signalisierte er, dass die Zentralbank weiter an ihrer äußert lockeren Geldpolitik festhält. Nakaso bekräftigte die Prognose der Bank of Japan, dass die Marke von zwei Prozent im kommenden Jahr erreicht werde. Derzeit liegt die Teuerungsrate bei 1,4 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Daniel Kühn

23.07.2014, 09:17 Uhr

+1,4% Teuerungsrate sind keine Deflation

Insofern ist die Deflation schon "überwunden", die nie sonderlich schlimm war. Nach den Preisexzessen, die Japan in den Boom-Jahrzehnten erlebt hat, war die leicht deflatorische Phase absolut harmlos. Siehe http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherpreisen/vpi/japan.aspx

Übrigens lähmt eine Phase geringer Inflation (Neusprech: Lowflation) nicht die Wirtschaft, sondern es ist andersherum: Geringe Preissteigerungen oder sogar fallende Preise sind tendenziell, wenn auf breiter Basis, Ausdurck einer schwächelnden Volkswirtschaft.
Deswegen ist die "Bekämpfung" fallender Preise via Geldpoltiik auch nicht gerade ein tolles Rezept, denn es müssten statt dessen die strukturellen Gründe für das Schwächeln angegangen werden

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