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20.06.2016

09:52 Uhr

Joachim Wuermeling

Bayern will Sparda-Chef in Bundesbank-Vorstand senden

Der ehemalige CSU-Politiker und Verbandschef der Sparda-Banken, Joachim Wuermeling, soll nach dem Willen von Bayern in den Bundesbank-Vorstand einziehen. Sowohl Söder als auch Seehofer sollen für ihn gestimmt haben.

Nach dem Willen von Söder soll Wuermeling die bayerische Linie in die Geldpolitik einbringen.

Joachim Wuermeling

Nach dem Willen von Söder soll Wuermeling die bayerische Linie in die Geldpolitik einbringen.

MünchenBayern will den Verbandschef der Sparda-Banken und ehemaligen CSU-Politiker Joachim Wuermeling in den Bundesbank-Vorstand schicken. Eine Sprecherin des bayerischen Finanzministeriums bestätigte am Montag einen Bericht des "Münchner Merkur", wonach sich Minister Markus Söder und Regierungschef Horst Seehofer (beide CSU) auf den 55-jährigen Juristen geeinigt haben.

Bayern hat ein Vorschlagsrecht für den Posten, der seit dem Ausscheiden von Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel Ende April vakant ist. Nagel geht im November zur Förderbank KfW.

Bevor Wuermeling 2011 in den Vorstand des Verbandes der Sparda-Banken in Frankfurt aufrückte, arbeitete er unter anderem in der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft und als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Von 1999 bis 2005 war er Europa-Abgeordneter der CSU. Der Europarechtler ist Honorarprofessor an der Universität Potsdam.

Nach dem Willen von Söder solle Wuermeling die bayerische Linie in die Geldpolitik einbringen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Söder kritisiert die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als Enteignung der Sparer.

Die bayerische Staatskanzlei lehnte eine Stellungnahme zu der Personalie ab.

Von

rtr

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