Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2010

10:00 Uhr

FRANKFURT. Die an der großen Kapitalmarktumfrage des Handelsblatts teilnehmenden 37 in- und ausländischen Banken und Investmenthäuser erwarten im Schnitt einen kräftigen Zinsanstieg auf 3,76 Prozent. Das entspräche einer Erhöhung um 41 Basispunkte im Vergleich zur derzeitigen Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die als Barometer für die Stimmung in Euro-Land gelten. Lediglich drei Banken erwarten, dass die Zehnjährige Ende 2010 bei rund drei Prozent stehen wird. Dagegen rechnen elf Institute mit vier Prozent und mehr.

Die DZ Bank gibt mit 4,40 Prozent die mit Abstand höchste Prognose ab und begründet dies mit der Stabilisierung der Konjunktur, leicht anziehenden Preissteigerungsraten, hoher Kapitalnachfrage von Staatsseite und dem Entziehen von Liquidität durch die Notenbanken. In der zweiten Jahreshälfte werfe vor allem die zum Jahresende 2010 erwartete Leitzinswende ihre Schatten voraus. Ganz anders sieht das die Weberbank, die von drei Prozent ausgeht.

Bei ihrer Prognose für 2009 lag der Durchschnitt der Banken mit geschätzten 3,56 Prozent noch gar nicht so schlecht. Bei den Einzelbewertungen vergaloppierten sich vor allem JP Morgan mit erwarteten 2,58 Prozent und Unicredit, die 4,35 Prozent vorhergesagt hatten.

Der Euro kommt zur Ruhe

Den Euro sehen die Analysten im kommenden Jahr zur Ruhe kommen: Mit 1,45 Dollar Ende 2010 werde er kaum verändert gegenüber dem aktuellen Kurs von 1,44 Dollar gehandelt. Extremwerte in ihren Schätzungen bieten das Bankhaus Hauck & Aufhäuser mit 1,60 Dollar und die National-Bank mit 1,25 Dollar. Für die Privatbanker bleibt der Dollar in einer strukturellen Schwächephase. Außerdem würden "verstärkte Diskussionen über den Leitwährungsstatus des Dollars seinen Außenwert mindern", so die Experten. Ganz anders die National-Bank, die mittel- bis längerfristig Wertaufholungspotenzial für den Dollar sieht.

In ihren Schätzungen für 2009 lagen insbesondere die Landesbank Baden-Württemberg sowie die Landesbank Berlin goldrichtig. Dagegen wagten sich Hauck & Aufhäuser mit 1,57 sowie das Schweizer Bankhaus Syz & Co mit erwarteten 1,10 Dollar je Euro zu weit vor.

Beim Kurs des Dollars zum Yen sieht die Bilanz für das laufende Jahr mager aus, denn im Vergleich zu Ende 2008 hat sich nicht viel getan. Die durchschnittliche Prognose lag mit 105 Yen je Dollar weit neben dem aktuellen Kurs von 92 Yen. Für das nächste Jahr zeigen sich die Analysten vorsichtiger und erwarten den Dollar bei 98 Yen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×