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12.06.2016

16:58 Uhr

Kein Brexit, kein Trump, kein Zinsanstieg

Die Dax-Strategie der Optimisten

VonPeter Köhler

An den Aktienmärkten beginnt das große Zittern. Die politische Großwetterlage drückt aufs Gemüt. Doch wer die Nerven behält, wird belohnt, meint ein Vermögensmanager. Die Dax-Prognose für Optimisten kann sich sehen lassen.

Vorbereitungen für den Geburtstag der Queen: Fondsmanager von Candriam ist optimistisch, dass Großbritannien in der EU bleibt. AFP; Files; Francois Guillot

Union Jack-Flaggen in London

Vorbereitungen für den Geburtstag der Queen: Fondsmanager von Candriam ist optimistisch, dass Großbritannien in der EU bleibt.

FrankfurtGetreu dem Motto „Irgendwas ist immer“ finden Börsianer stets ein neues Weltuntergangsszenario, an dem sie sich abarbeiten können. Ganz oben auf der Liste der potenziellen Großgefahren steht gegenwärtig der mögliche Ausstieg der Briten aus der EU. Am 23. Juni werden deshalb nicht nur Finanzexperten den Atem anhalten.

Doch auch danach wird keine Ruhe eintreten. Schließlich folgen im Herbst die US-Präsidentschaftswahlen mit dem Wall-Street-Schreck Donald Trump; 2017 wählt dann Deutschland einen neuen Bundestag - und nicht vergessen wird auch der Problem-Dauerbrenner Flüchtlingskrise. Zugegeben, das alles kann böse enden. Was aber passiert, wenn alles gut wird?

Die Schwer- und Leichtgewichte im Dax (am 07.12.2016)

Platz 1

Siemens

Gewichtung: 9,44 Prozent

Die Werte des Dax sind kapitalgewichtet, das heißt die Bedeutung des Werts innerhalb des Index bemisst sich am Anteil der Firma am gesamten Marktwert der im Index enthaltenen Werte. Allerdings wird nur der frei handelbare Teil des Grundkapitals jedes Unternehmens herangezogen.

Alle Daten mit dem Stand vom 07.12.2016

Platz 2

SAP

Gewichtung: 8,91 Prozent

Die Werte des Dax sind kapitalgewichtet, das heißt die Bedeutung des Werts innerhalb des Index bemisst sich am Anteil der Firma am gesamten Marktwert der im Index enthaltenen Werte. Allerdings wird nur der frei handelbare Teil des Grundkapitals jedes Unternehmens herangezogen.

Alle Daten mit dem Stand vom 07.12.2016

Platz 1

Bayer

Gewichtung: 8,97 Prozent

Die Werte des Dax sind kapitalgewichtet, das heißt die Bedeutung des Werts innerhalb des Index bemisst sich am Anteil der Firma am gesamten Marktwert der im Index enthaltenen Werte. Allerdings wird nur der frei handelbare Teil des Grundkapitals jedes Unternehmens herangezogen.

Alle Daten mit dem Stand vom 07.12.2016

Platz 4

BASF

Gewichtung: 7,72 Prozent

Platz 5

Daimler

Gewichtung: 7,19 Prozent

Platz 6

Allianz

Gewichtung: 7,07 Prozent

Platz 6

Deutsche Telekom

Gewichtung: 5,47 Prozent

Platz 8

Adidas

Gewichtung: 3,56 Prozent

Platz 9

Fresenius

Gewichtung: 3,32 Prozent

Platz 10

Münchener Rück

Gewichtung: 3,09 Prozent

Platz 25

ThyssenKrupp

Gewichtung: 1,06 Prozent

Platz 26

ProsiebenSat.1

Gewichtung: 0,98 Prozent

Platz 27

Beiersdorf

Gewichtung: 0,97 Prozent

Platz 28

RWE

Gewichtung: 0,83 Prozent

Platz 30

Commerzbank

Gewichtung: 0,77 Prozent

Platz 30

Lufthansa

Gewichtung: 0,58 Prozent

Stefan Keller, Spezialist für Vermögensmanagement bei der Fondsgesellschaft Candriam, gehört zum Lager der wenigen Optimisten. „Ohne Zweifel sind die politischen Risiken in den letzten Monaten gestiegen und werden uns auch noch im Verlauf der nächsten 18 Monate begleiten. Allerdings haben wir auch den Eindruck, dass die Ängste bei vielen Marktteilnehmern und Kommentatoren dazu führen, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung zu negativ sehen“, erklärt der Anlageexperte gegenüber dem Handelsblatt. Insgesamt schätze er den Ausblick als „moderat positiv“ ein. Verglichen mit dem heutigen Konsens bei den Analysten erscheine er dadurch wohl als „optimistisch“.

Trotz aller politischen Unsicherheiten sehen die Candriam-Manager in den kommenden Monaten eine Wertsteigerung bei den Aktien in der Eurozone von etwas über zehn Prozent. „Für den Dax entspricht dies einem Niveau von rund 11.300 Punkten, also einem Stand, den der Index im November 2015 erreicht hatte“, ergänzt Keller.

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Candriam erstelle eine systematische Analyse des Konjunkturzyklus, bewerte die verschiedenen Anlageklassen auf Basis der historischen Entwicklungen und der Erwartungen für die nächsten zwölf bis 24 Monate und versuche, die aktuellen politischen Risiken einzuschätzen.

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