Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.11.2015

15:41 Uhr

Stichtag 30. November

Spurwechsel beim Autoversicherer?

VonKerstin Leitel

Ende November können Versicherungskunden ihre Kfz-Versicherung kündigen. Das kann sich lohnen. Im Auftrag des Handelsblatt hat das Analysehaus Franke und Bornberg die besten Angebote herausgesucht.

Noch im Laufe dieses Monats können Sie kündigen und den Anbieter zum Jahresbeginn wechseln. Getty Images

Noch im Laufe dieses Monats können Sie kündigen und den Anbieter zum Jahresbeginn wechseln.

MünchenJedes Jahr im November holen viele Autofahrer ihre Versicherungsunterlagen hervor: Es ist Zeit, seinen aktuellen Versicherungstarif zu überprüfen. Früher hatten sich die Kfz-Versicherer einen harten Kampf um den Kunden geliefert und sich dabei mit Rabatten überboten – so stark, dass der Geschäftsbereich den Unternehmen herbe Verluste einbrachte. Die Zeiten sind vorbei: Mittlerweile steigen die Preise für die Versicherungspolicen wieder. Im Schnitt zahlt der deutsche Autoversicherte 314 Euro für seinen Vollkaskoschutz und 248 Euro für die Haftpflicht.

Städte mit den größten Preisunterschieden bei der Kfz-Versicherung

Platz 1

Der Preisunterschied zwischen günstigstem und teuerstem Angebot im Durchschnitt aller zehn Musterkunden in der Studie „Marktstudie zur Preissituation im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt“ liegt in der deutschen Hauptstadt bei 1.595 €.

Platz 2

Hamburg: 1.516 €

Platz 3

Essen: 1.472 €

Platz 4

München: 1.435 €

Platz 5

Frankfurt: 1.412 €

Platz 25

Melle: 1.182 €

Platz 26

Borken: 1.166 €

Platz 27

Gotha: 1.154 €

Platz 28

Wittenberge: 1.135 €

Platz 29

Warburg: 1.135 €

Platz 30

Wismar: 1.084 €

Ein Grund mehr, sich seinen Tarif vorzunehmen und zu schauen, ob man nicht seinen Versicherer zum Stichtag 30. November kündigen will. Die meisten Kfz-Policen lassen sich bis Ende des Monats regulär kündigen, bei einer Preiserhöhung gilt sogar ein Sonderkündigungsrecht bis vier Wochen nach Zugang der Nachricht. Viele Policen laufen sonst bis zum Jahresende und verlängern sich dann automatisch.

„Verbraucher, die ihrer alten Versicherungsgesellschaft den Rücken kehren möchten, sollten sich rechtzeitig um eine Anschlussversicherung kümmern und dabei nicht nur den Preis, sondern vor allem die Leistungen des neuen Vertrags im Blick haben“, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. „Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung gilt, der billigste Anbieter ist nicht immer der beste“, sagt Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale.

Manche Versicherungen kämen beim Preisvergleich besonders gut weg, weil sie nur die Mindestversicherungssummen, also 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und 1 Million Euro für Sachschäden, absichern und auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten. „Wir raten, nur Versicherungsverträge mit der höchstmöglichen Schadensdeckung von 100 Millionen Euro abzuschließen und Versicherungsgesellschaften zu meiden, die ihre Verträge auf die Mindestversicherungssumme einschränken“, erklärt Becker-Eiselen.

Sie empfiehlt außerdem, darauf zu achten, dass die Versicherung auch für Schäden aufkommt, die aufgrund grober Fahrlässigkeit entstehen, also beispielsweise bei einem Unfall wegen Übermüdung oder Telefonieren ohne Freisprechanlage. Wer Geld sparen will, solle überprüfen, ob für das eigene Auto überhaupt noch eine Vollkaskoversicherung notwendig sei. Die käme zwar auch für Fahrzeugschäden durch selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus auf, doch zahle sie nur so viel, wie das Auto noch wert sei. „Für ein älteres Fahrzeug reicht daher in der Regel der Teilkaskoschutz.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×