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23.07.2015

10:34 Uhr

Kinder-Finanzen

Taschengeld allein reicht nicht

Rund 20,40 Euro Taschengeld im Monat bekommen Kinder in Deutschland, zeigt eine Studie. Vielen jobben nebenbei. Auch, um Schulden abzuzahlen. Und fast jedes zehnte Kind bekommt von seinen Eltern gar kein Geld.

Nach der Empfehlung der Jugenämter sollte ein 14-Jähriger ein Taschengeld in Höhe von zwischen 22 und 25 Euro im Monat bekommen. Vielen Kindern ist das aber zu wenig. dpa

Taschengeld

Nach der Empfehlung der Jugenämter sollte ein 14-Jähriger ein Taschengeld in Höhe von zwischen 22 und 25 Euro im Monat bekommen. Vielen Kindern ist das aber zu wenig.

Berlin/DüsseldorfOb für ein Eis, einen Kinobesuch oder für Süßigkeiten nach der Schule - Kinder haben viele Ideen, für die sie ihr Taschengeld ausgeben. Im Schnitt bekommen Neun- bis 14-Jährige 20,40 Euro im Monat von ihren Eltern zur freien Verfügung. Das ergab eine von der Bausparkasse LBS veröffentliche Umfrage („das Kinderbarometer”), bei der rund 10.000 Kinder befragt wurden.

Dabei war für viele Kinder das so bemessene Taschengeld zu niedrig - jedes zweite besserte es mit kleinen Jobs auf. Dieser Anteil ist allerdings in den letzten vier Jahren um elf Prozent gesunken.

Taschengeldtabelle der Jugendämter

4 bis 5 Jahre

Die deutschen Jugendämter empfehlen für vier- bis fünfjährige Kinder ein wöchentliches Taschengeld von 0,50 Euro.

6 bis 7 Jahre

Die Empfehlung der deutschen Jugendämter: 1,50 bis zwei Euro pro Woche.

8 bis 9 Jahre

In diesem Alter sollten Kinder zwei bis drei Euro pro Woche bekommen.

10 Jahre

Ab dem 10. Lebensjahr empfehlen die deutschen Jugendämter eine monatliche Taschengeldzahlung: 12 bis 14 Euro für Zehnjährige.

11 Jahre

Für Elfjährige werden monatlich 14 bis 16 Euro Taschengeld empfohlen.

12 Jahre

Für Zwölfjährige werden monatlich 16 bis 20 Euro Taschengeld empfohlen.

13 Jahre

Für 13-Jährige wird ein monatliches Taschengeld von 20 bis 22 Euro empfohlen.

14 Jahre

Für 14-Jährige wird ein monatliches Taschengeld von 22 bis 25 Euro empfohlen.

15 Jahre

Für 15-Jährige wird ein monatliches Taschengeld von 25 bis 30 Euro empfohlen.

16 Jahre

Wenn Jugendliche wirtschaftlich noch voll von ihren Eltern abhängig sind, empfehlen die Jugendämter für 16-Jährige ein monatliches Taschengeld von 30 bis 35 Euro.

17 Jahre

Wenn Jugendliche wirtschaftlich noch voll von ihren Eltern abhängig sind, empfehlen die Jugendämter für 17-Jährige ein Taschengeld von 35 bis 45 Euro pro Monat.

18 Jahre

Für 18-Jährige, die wirtschaftlich noch voll von ihren Eltern abhängig sind, empfehlen die Jugendämter ein monatliches Taschengeld von 60 bis 70 Euro.

Die Einkünfte der Kinder steigen mit dem Alter. Viertklässler erhalten demnach im Schnitt 14,13 Euro Taschengeld, Fünftklässler 18,59 Euro, Sechstklässler 22,24 Euro und Siebtklässler 26,16 Euro. Auch ist die durchschnittliche Höhe des Taschengeldes mit 20,40 Euro fast drei Euro höher als noch vor fünf Jahren. Damals hatten gut 60 Prozent der Kinder zumindest „ab und zu” das Taschengeld zusätzlich aufgebessert, jetzt sind es noch 50 Prozent. Beliebte Jobs: Blumengießen, Rasenmähen, Babysitten.

Aktuell wurden die Kinder auch nach der Motivation für den Nebenjob gefragt: Zwei Drittel wollen sich davon etwas leisten, die Hälfte hat einfach Spaß an der Arbeit und knapp 30 Prozent freuen sich über das Lob der Eltern. Rund ein Fünftel der Kinder will nicht nur Geld verdienen, sondern durch den Job auch etwas lernen und 13 Prozent fühlen sich durch den Zuverdienst erwachsener.

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Allerdings arbeiten Kinder auch aus weniger noblen Gründen: Rund drei Prozent von ihnen gaben an, das Geld für das Abbezahlen von Schulden zu benötigen. Und neun Prozent arbeiten deshalb, weil sie von den Eltern gar kein Taschengeld bekommen. In Thüringen bekommt fast jedes fünfte Kind (19 Prozent) kein Geld von seinen Eltern. Hamburger dagegen bekamen fast alle Taschengeld.

Von

jur

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