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02.02.2009

10:52 Uhr

Konjunktur

Aktienmärkte: Erholung in Sicht?

VonAnke Rezmer

Die Lage an den deutschen Aktienmärkten bleibt vorerst düster. Kurzfristig rechnen die besten Aktienanalysten für deutsche Aktien mit starken Schwankungen und weiter fallenden Kursen. Für das zweite Halbjahr zeigen sie sich relativ optimistisch – vorausgesetzt, für 2010 zeichnet sich eine Erholung der Konjunktur ab.

Aktienanalysten rechnen ab Jahresmitte mit steigenden Kursen. Foto: dpa dpa

Aktienanalysten rechnen ab Jahresmitte mit steigenden Kursen. Foto: dpa

FRANKFURT. Es sieht nicht nach einem Aktienjahr 2009 aus. Im Januar verlor der Deutsche Aktienindex Dax zehn Prozent auf 4 338 Punkte. Und Analysten befürchten, dass die Lage an den Aktienmärkten vorerst düster bleibt. Denn die Unsicherheit, wie lange die Wirtschaftskrise andauert, hat die Börsen fest im Griff. Auch die besten Brokerhäuser für deutsche Aktien erwarten, dass in diesem Jahr die Kurse heftig schwanken werden. Allerdings rechnen die Experten in einer Umfrage des Handelsblatts auch damit, dass die Kurse sich möglicherweise schon in der zweiten Jahreshälfte deutlich erholen.

Das Handelsblatt hat die Brokerhäuser befragt, die im vergangenen Jahr die treffsichersten Prognosen für den deutschen Aktienmarkt abgaben. Nach Auswertung des US-Researchhauses Starmine lagen dabei der französische Broker CA Cheuvreux und die italienische Großbank Unicredit ganz vorne. Ihre Analysten gaben die besten Aktienempfehlungen und die genauesten Gewinnschätzungen ab. Auf den Rängen zwei und drei folgten die DZ Bank und Sal. Oppenheim. Die Thomson-Reuters-Tochter Starmine stellt einmal im Jahr gemeinsam mit dem Handelsblatt die besten Broker für deutsche Aktien vor.

Kurzfristig erwarten diese Analysten, dass die Kurse unter starken Schwankungen weiter abrutschen. „Die Wirtschaft hat erst einige Monate von der Krise gesehen – und neu ist, dass sich keine Region und Branche dem entziehen kann“, sagt Bernd Laux, Leiter Aktienresearch von CA Cheuvreux. Auch Christian Kahler, Leiter Aktienstrategie bei der DZ Bank, erwartet weitere Gewinnrevisionen und Dividendenkürzungen. In früheren Krisen seien bei Dax-Titeln Dividenden um bis zu 30 Prozent gekürzt worden, bislang habe man erst 16 Prozent gesehen, sagt Kahler. Der Dax kann seiner Ansicht nach bis auf 3 800 Punkte abrutschen.

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