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16.11.2015

11:24 Uhr

Konjunktur in der Euro-Zone

Inflationsrate steigt überraschend

Das Ende der Stagnation – zumindest ein bisschen: Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Oktober überraschend auf 0,1 Prozent gestiegen. Doch das ist längst nicht genug: Die EZB ist weiter in Sorge.

Besonders die fallenden Energiepreise belasten die Wirtschaft. dpa

Euro-Inflation

Besonders die fallenden Energiepreise belasten die Wirtschaft.

LuxemburgDie Inflation im Euro-Raum ist im Oktober etwas höher ausgefallen als bislang erwartet. Die Verbraucherpreise seien im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag mit.

In einer ersten Schätzung von Ende Oktober war noch eine Stagnation ermittelt worden, im September waren die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gefallen. Im Vergleich zum September 2015 stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,1 Prozent.

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Belastet wurde die Preisentwicklung abermals von fallenden Energiepreisen. Im Jahresvergleich war Energie 8,5 Prozent günstiger, nach einem Rückgang von 8,9 Prozent im Vormonat. Nahrungs- und Genussmittel waren dagegen 1,6 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel stiegen die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent. Diese Kernrate, die den grundlegenden Preistrend wiedergibt, war in der ersten Schätzung noch etwas tiefer auf 1,0 Prozent veranschlagt worden. Die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich um 1,3 Prozent, während industriell gefertigte Güter 0,6 Prozent teurer waren.

Die anhaltend schwache Inflation bereitet der Europäischen Zentralbank (EZB) Sorge. Ihr mittelfristiges Inflationsziel von knapp zwei Prozent verfehlt sie seit mehr als zwei Jahren. Aus diesem Grund steuert die EZB auf eine zusätzliche Lockerung ihrer Geldpolitik zu. Unter Experten gelten eine Ausweitung der im März gestarteten Wertpapierkäufe und eine zusätzliche Zinssenkung als möglich.

Von

dpa

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