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04.04.2013

10:00 Uhr

11,3 Prozent des BIP

Gesundheit kostet die Deutschen 3590 Euro pro Jahr

Pro Kopf werden in Deutschland 11,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Gesundheit investiert. Den größten Teil der 3590 Euro trugen allerdings die gesetzlichen Krankenkassen.

Ein Hausarzt misst bei einer Patientin den Blutdruck. Mehr als zehn Prozent des BIP fließen in die Gesundheit. dpa

Ein Hausarzt misst bei einer Patientin den Blutdruck. Mehr als zehn Prozent des BIP fließen in die Gesundheit.

WiesbadenJeder zehnte Euro, der in Deutschland ausgegeben wird, dient der Gesundheit. Das hat das Statistische Bundesamt zum Weltgesundheitstag am 7. April berechnet. Pro Kopf wurden 2011 exakt 3590 Euro in die Gesundheit investiert, insgesamt 294 Milliarden Euro.

Das waren zwar knapp zwei Prozent mehr als im Jahr davor, wie die Statistiker am Donnerstag in Wiesbaden berichteten. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt aber ging der Anteil zurück: 2011 machten die Gesundheitsausgaben 11,3 Prozent aus. In den beiden Vorjahren waren es noch 11,5 und 11,8 Prozent gewesen. Grund: Die Wirtschaftsleistung wuchs stärker als die Gesundheitsausgaben stiegen.

Den größten Brocken dieser Summe - 57 Prozent - trug 2011 die gesetzliche Krankenversicherung. Privathaushalte steuerten 14 Prozent der Gesamtsumme bei, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der privaten Krankenversicherung - 9 Prozent der Ausgaben - stiegen mit 3,5 Prozent am deutlichsten.

Von

dpa

Kommentare (17)

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04.04.2013, 10:15 Uhr

Ist in diesen Kosten auch die 1 Milliarde Euro dirn, die Herr Bar letzte Woche den Krankenhausbetreibern geschenkt hat? Für die Modernisierung ihres Besitzes? Die Aktien machten daraufhin einen Freudensprung.

Bisher gab es Marktwirtschaft, da mußten diese Konzerne eine Gegenleistung bringen. Bei der Partei der Besserverdienenden ist da nun anders, da werden Geschenke an die eigenen Freunde verteilt.
Man erinnert sich auch z.B. an Mövenpickgesetz und Millionärs-Erbeschaftssteuersenkung.

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04.04.2013, 10:39 Uhr

Gesundheit kostet die Deutschen 3590 Euro pro Jahr, viel zu hoch.

Diese Kosten könnten erheblich gesenkt werden. Noch immer werden kranke Menschen mit entzündlichen Befunden zur Arbeit geschickt.

Obwohl die Schulter, der Rücken oder die Knie schmerzen, werden z.B. im VW-Werk die Bandarbeiter zur Arbeit gemoppt. Zuerst tanzen die Bandarbeiter im Gesundheitszentrum (Gesundheitsschutz) an. Die Betriebsärzte halten alle Bandarbeiter zunächst für Simulanten. Schmerzen im Schulterbereich zeigen immer eine entzündliche Auffälligkeit. Gleichzusetzen mit einer Sehnenscheidendzündung. Die Ärzte im VW-Werk verordnen entzündungshemmende Medikamente. Demnach wissen diese Ärzte, dass es sich hierbei um eine entzündliche Erkrankung handelt. Zusätzlich wird Funktionstraining angeordnet. Wer sich dem widersetzt bekommt es mit dem Betriebsrat und der Personalabteilung zu tun.

Aus Angst vor einer Abmahnung oder Kündigung gehen die Bandarbeiter unter sehr starken Schmerzen zum Funktionstraining. Hierbei wird die Muskulatur aufgebaut, die Schmerzen bleiben. Ein Meister sagte einmal, Du hast zwei Möglichkeiten, entweder Du arbeitest unter Schmerzen weiter oder wir haben ein sehr gut funktionierendes Sozialsystem dass Dich auffängt. Genau so denkt auch der Vorstand vom VW-Werk.

Medizinerkenntnisse sind nicht nötig um zu erkennen, dass damit die Arbeitskraft, der Körper des Bandarbeiters, in wenigen Jahren völlig zerstört ist. Folglich werden durch Fehlverhalten der VW-Vorstände die Kosten der Krankenkasse hochgehalten.

Richtig wäre es, dass die entzündliche Erkrankung mit viel Ruhe vollkommen ausgeheilt wird um dann eventuell mit dem Funktionstraining zu beginnen. Auch sollten die Erholungszeiten und ausreichend Freizeit für Körper und Seele berücksichtigt werden.

Die zunehmenden Belastungen im Beruf treiben die Krankenstände und die Kosten der Krankenkassen nach oben. Eigentlich sollte es dem VW-Vorstand dienlich sein, dass seine Mitarbeiter gesund bleiben.

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04.04.2013, 10:45 Uhr

Der Artikel zeigt wieder einmnal; die Kosten das bisher gute deutsche Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten wird von den gesetzlich Versicherten getragen.
Die privaten Versicherungen zahlen dann einen kleinen Betrag X drauf, kriegen dafür aber die bessere Behandlung, schnellere Termin etc. - alles auf Kosten der gesetzlich Versicherten ohne diese wäre die Infrastruktur nämlich nicht möglich.

Das ist wie mit einem "guten Bekannten" essen gehen, ich bezahle die Rechnung von 50€ und er legt dann das Trinkgeld von 5€ drauf - anschließend macht die Bedienung natürlich den knicks vor dem "spendablen" Herren mit den 5€ Trinkgeld.

Also irgendwas läuft da falsch!

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