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03.01.2012

04:45 Uhr

2,8 Millionen Arbeitslose

Jobaufschwung trotz steigender Arbeitslosigkeit

Wenn die Temperaturen fallen, steigen die Arbeitslosenzahlen - auch zum Jahresende 2011 war das nach Einschätzung von Experten nicht anders. Trotzdem sind sie optimistisch.

Das Logo der Agentur für Arbeit. dapd

Das Logo der Agentur für Arbeit.

Berlin/NürnbergTrotz steigender Arbeitslosigkeit hat der Jobaufschwung nach Experteneinschätzung auch im Dezember kaum an Fahrt verloren. Zwar sei die Zahl Erwerbslosen am Jahresende um rund 90 000 auf 2,8 Millionen gestiegen.

Dies sei aber hauptsächlich dem Winterwetter geschuldet, das alljährlich auf dem Bau, in der Landwirtschaft, in Gärtnereien und der Gastronomie vorübergehend zu einem Jobabbau führt. Nach Abzug jahreszeitlicher Effekte sei die Arbeitslosigkeit zum Jahresende aber sogar leicht gesunken - und zwar um 10 000 bis 20 000, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken in einer dpa-Umfrage.

Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit an diesem Dienstag (3. Januar) in Nürnberg bekanntgeben. BA-Chef Frank-Jürgen Weise will dabei zugleich die Arbeitsmarktbilanz für 2011 vorlegen. Bestärkt sahen sich Volkswirte von den jüngsten Daten der Bundesagentur zur Entwicklung bei den offenen Stellen. Danach hat es in Deutschland so viele freie Stellen wie nie zuvor seit dem Wiedervereinigungsboom gegeben.

Die unverändert starke Nachfrage nach Arbeitskräften hat damit sogar das Rekordniveau vom November noch einmal übertroffen, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag in Nürnberg. Der von ihr monatlich veröffentlichte Stellenindex BA-X lag im Dezember mit 180 Zählern einen Punkt über dem Novemberwert. Im Vergleich zum Dezember 2010 entspricht dies einem Zuwachs von 24 Punkten, berichtete die BA einen Tag vor Bekanntgabe der Dezember-Arbeitslosenzahlen. Ursache dafür sei vor allem die gute wirtschaftliche Entwicklung.

Den größten Arbeitskräftebedarf meldete nach Bundesagentur-Angaben weiterhin die Zeitarbeit; inzwischen stamme jede dritte Stelle aus dieser Branche. Darüber hinaus suchen nach BA-Erkenntnissen auch Unternehmen des Groß- und Einzelhandels, Baufirmen und die Gastronomie neue Mitarbeiter. Eine größere Arbeitskräftenachfrage gebe es darüber hinaus im Gesundheits- und Sozialwesen.

Kommentare (15)

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AlexanderBerg

03.01.2012, 04:10 Uhr

Können die Menschen mit den Jobs ihren Lebensunterhalt gewährleisten?

Account gelöscht!

03.01.2012, 06:43 Uhr

@A.Berg

"Können die Menschen mit den Jobs ihren Lebensunterhalt gewährleisten?"

Viele und immer mehr nicht. De facto haben wir min. ca 5 Mio Arbeitssuchende, die Zahlen sind gefaked. Man stelle sich auch vor die vielen Frühverrentungen u. Erwerbsminderungen der Vergangenheit hätten nicht stattgefunden--> noch mehr Arbeitslose.
In den neuen Bundesländern haben nennenswerte Zahlen von Menschen nur im ÖD Arbeit gefunden.

Wenn man das alles zusammen nimmt, scheinen die sich Umlauf sich befindenden Zahlen von 8-10 Mrd. Arbeitslosen
gar nicht so abwegig.

Viele reden über den "Eurostress": ich denke mal die Einigung hat uns mehr Geld gekostet als die Staaten- und Bankenkrisen. Und wird es auch weiter tun. Soll kein Vorwurf an die Menschen in den neuen Bundesländer sein, nur eine Beschreibunbg der Tatsachen. Was mich vewundert, das DE immer noch der größte Nettozahler in die EU ist, obwohl DE innerhalb seines Landes große Transferleistungen zahlen muss, aufgrund einer geschichtlichen begündeten Situation, die kein anderes Land in der EU hat. Waren unserer Poltiker zu blöd das im EU-Pralament mal anzubringen?




aruba

03.01.2012, 07:28 Uhr

Guten Tag;.... Vorwaerts Kameraden,.... wir ziehen zurueck. Die Mauern brechen aber unsere Herzen nicht. Aufschwung trotz Rezession. Fasset Euch an die Koepfe, zerreisst eure Kleider und streut euch Asche aufs Haupt. Ich glaube,.... mir wird uebel. Besten Dank

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