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09.03.2012

19:42 Uhr

227.000 neue Jobs

US-Arbeitsmarkt auf Erholungskurs

Die amerikanische Wirtschaft kommt immer besser in Gang - und schafft weiter neue Jobs, und zwar überraschend viele. Noch ist es aber zu früh für eine Entwarnung. Aber Präsident Obama ist begeistert.

Das amerikanische Wirtschaftswachstum macht wieder Lust auf mehr. dapd

Das amerikanische Wirtschaftswachstum macht wieder Lust auf mehr.

Washington/FrankfurtDie US-Wirtschaft hat im Februar überraschend viele Jobs geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 227.000, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Plus von 210.000 erwartet. Im Januar und Dezember entstanden zudem 61.000 mehr Arbeitsplätze als zunächst gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb mit 8,3 Prozent auf einem Drei-Jahres-Tief.

Wenig verwunderlich, dass US-Präsident Barack Obama die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt mehr und mehr als Wahlkampfthema entdeckt. Die erneut positiven Zahlen für Februar nahm er am Freitag zum Anlass für die Mahnung, die USA müssten „den Wirtschaftsmotor in Schwung halten“. Arbeitsmarkt und Wirtschaft sind zwei der wichtigsten Themen, die über Obamas Chancen für eine Wiederwahl im kommenden November mit entscheiden.

„Der Arbeitsmarkt liefert einen weiteren Hinweis dafür, dass der Aufschwung an Breite gewinnt“, sagte Ryan Sweet von Moody's Analytics. Seit August entstanden etwa eine Million neue Jobs. Das Tempo ist aber nicht hoch genug, um das Heer der fast 24 Millionen Arbeitslosen oder nur geringfügig Beschäftigten merklich zu reduzieren. Der Arbeitsmarkt sei „von Normalität noch weit entfernt“, stellte Notenbankchef Ben Bernanke jüngst fest. Dazu sei mehr Wachstum notwendig.

Die unerwartet guten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben dem Dax etwas Auftrieb gegeben. Der deutsche Leitindex kletterte zeitweise um 0,7 Prozent auf 6882 Punkte von 6858 Zählern vor Veröffentlichung der US-Daten. Die US-Futures bauten ihre Gewinne ebenfalls leicht aus. Der Dollar legte gegenüber Euro und Yen zu. „Der Arbeitsmarkbericht war besser als erwartet, die Daten zum Vormonat wurden nach oben revidiert und das Sperrfeuer aus Griechenland ist auch erst einmal weg“, fasste ein Aktienmarkthändler in Frankfurt die Stimmung zusammen.

Von

rtr

Kommentare (7)

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FYI

09.03.2012, 15:10 Uhr

Hier gibt's also die tolle Korrelation: Je mehr Kohle die FED druckt, ums so mehr Jobs gibt es. Hab ich das richtig verstanden? Dann soll Ben langsam mal den Helikopter fliegen lassen.
Und wirklich schön, dass alles gut wird! Die Wirtschaft floriert. Da hat die EZB schnell gelernt. Man braucht nur schamlos Geld zu erzeugen, und alles läuft wie geschmiert.

Account gelöscht!

09.03.2012, 15:41 Uhr

Das Aussenhandelsbilanzdefizit der USA steht im 3 Monatschart gegenwärtig bei minus 9,44 %.
135.000. der neu geschaffenen Jobs sind part-time und low paid. Weiterhin viel Dpaß beim Märchen erzählen wünscht Franz-Josef Wanninger.

Account gelöscht!

09.03.2012, 15:44 Uhr

@Anonymer Benutzer: FYI

Hat damit nichts zu tun. Bernanke druckt fuer seine Freunde und der Schuldenkoenig Obama gibt aus fuer seine Freunde. Beide wollen weiter agieren koennen und so ist eine Wiederwahl von Obama unerlaesslich. Somit wird das Wahlwunder geschehen - muessen.

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