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15.02.2017

16:47 Uhr

Abbau fauler Kredite

EZB warnt Banken vor Nachlässigkeit

Die Zentralbank droht Geldhäusern Konsequenzen an, sollten sie sich nicht ausreichend an die Richtlinien zum Abbau fauler Kredite halten. Europäische Banken sitzen noch immer auf Problemdarlehen in Billionenhöhe.

Die EZB-Chefbankenaufseherin wacht über die Umsetzung der Vorgaben. AFP; Files; Francois Guillot

Daniele Nouy

Die EZB-Chefbankenaufseherin wacht über die Umsetzung der Vorgaben.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) droht Geldhäusern mit schärferen Instrumenten, sollten sie die Richtlinien zum Abbau fauler Kredite nicht ausreichend umsetzen. Dann würden weitere Schritte im Einzelfall erwogen, hieß es in am Mittwoch veröffentlichten Aussagen von Sharon Donnery, die bei der EZB ein Team zum Abbau fauler Kredite leitet.

„Zum Beispiel könnten Erwartungen in bindende Aufforderungen umgewandelt werden.“ Dabei würden die Forderungen in die jährliche Bankenprüfung (SREP) aufgenommen. Rechtlich sei dies der EZB möglich.

Europäische Banken sitzen noch immer auf faulen Krediten in Billionenhöhe. Allein italienische Institute haben im Zuge der jahrelangen Wirtschaftsflaute einen Berg an Problemdarlehen von rund 360 Milliarden Euro aufgetürmt. Dadurch sind viele Geldhäuser bei der Vergabe neuer Darlehen zurückhaltender, was zulasten der Konjunktur geht. EZB-Chefbankenaufseherin Daniele Nouy hatte unlängst kritisiert, Italien habe in den vergangenen drei Jahren zu wenig zum Abbau der Problemkredite unternommen.

Von

rtr

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