Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.08.2012

13:48 Uhr

Abgekühlte Konjunktur

Chinas Industrie macht nur schmale Gewinne

Die Gewinne in Chinas Industrie schrumpfen immer stärker zusammen. Im Juli waren sie um 5,4 Prozent niedriger als in 2011, teilten Statistiker mit. Experten zufolge wird Peking bald die Konjunktur mit Maßnahmen stützen.

VW-Werk in Nanjing: Die Gewinne von Chinas Industrie bröckeln. dpa

VW-Werk in Nanjing: Die Gewinne von Chinas Industrie bröckeln.

PekingChinas Industriefirmen haben im Juli die Konjunkturabkühlung mit deutlich geschmälerten Gewinnen zu spüren bekommen. Wie das Statistikamt am Montag mitteilte, verdienten die Firmen des Verarbeitenden Gewerbes 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit bröckeln die Gewinne des Sektors bereits den vierten Monat in Folge.

Im Juni war der Rückgang jedoch mit 1,7 Prozent wesentlich geringer ausgefallen als im Juli. „Die Daten sind schlecht und spiegeln den schwachen Konjunkturverlauf wider“, sagte Ökonom Dariusz Kowalczyk von Credit Agricole CIB. Wahrscheinlich werde die Regierung in Peking dem Sektor nun schon bald unter die Arme greifen - etwa mit einer beschleunigten Auszahlung von Exportsteuer-Vergütungen oder einer Ausweitung der Ausfuhr-Kreditversicherung.

Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Wochenende angekündigt, das Exportwachstum im dritten Quartal mit neuen Maßnahmen anzukurbeln. In den ersten sieben Monaten fielen die Gewinne des Verarbeitenden Gewerbes mit 2,7 Billionen Yuan (425 Milliarden Dollar) um 2,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Von den 41 in der Statistik erfassten Branchen meldeten 15 einen Gewinnrückgang. Der Bereich Ölraffinierung, Koks und Nuklearbrennstoffe schrieb sogar Verluste.

Zuletzt hatte die Zentralbank mehrfach die Leitzinsen gesenkt, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Zudem wurde Banken die Kreditvergabe erleichtert. Im Frühjahr verlangsamte sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt das sechste Quartal in Folge auf des schwächste Tempo seit nunmehr drei Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nur noch um 7,6 Prozent zum Vorjahr, nach 8,1 Prozent im ersten Vierteljahr.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×