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03.06.2011

06:34 Uhr

Amerika im Schuldensumpf

Moody's-Warnung erschüttert das Vertrauen in die US-Wirtschaft

Falls die USA ihre Staatsfinanzen nicht bald in Ordnung bringen, will nun auch die Ratingagentur Moody's die Bonität des Landes herabstufen. Für US-Präsident Barack Obama ist das viel mehr als nur ein Imageschaden.

Unter Druck: US-Präsident Barack Obama. Quelle: Reuters

Unter Druck: US-Präsident Barack Obama.

WashingtonErneute Warnung an die Kreditwürdigkeit der USA. Nach der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) droht nun auch Moody's Investors Service mit einer möglichen Überprüfung oder gar Herabstufung der US-Bonität - falls es in den nächsten Wochen keine Fortschritte bei der Erhöhung der Schuldenobergrenze geben sollte. Bisher haben die USA die Bestnote "AAA". Die Erklärung dürfte Präsident Barack Obama weiter unter Druck setzen: Die Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar (9,94 Billionen Euro) läuft Anfang August aus. Bisher haben sich Regierung und Opposition noch nicht auf eine Erhöhung einigen können. Sollte es keinen Durchbruch geben, droht den USA Zahlungsunfähigkeit - mit unabsehbaren Risiken.

Allerdings sprach Moody's am Donnerstag (Ortszeit) von einem lediglich "sehr geringen, aber steigenden Risiko eines kurzfristigen Zahlungsausfalls". Ausdrücklich heißt es: "Für den Fall, dass das Schuldenlimit erhöht und Zahlungsunfähigkeit vermieden wird, wird das "AAA" Rating beibehalten", hieß es in einer Erklärung. Ein schlechteres Rating kann zu erheblich höheren Zinsen für US-Staatsanleihen führen. Dies könnte das ohnehin zaghafte Wirtschaftswachstum abwürgen und die Gefahr einer neuen Rezession heraufbeschwören.

Die Schelte von Moody's für die USA fand an den Aktienmärkten kaum Beachtung. Eine Serie schlechter Konjunkturdaten weckte jedoch Zweifel an der Stärke des Aufschwungs in den USA. Sorge bereiten vor allem die Negativmeldungen vom Arbeitsmarkt. Vor den Arbeitsmarktdaten für Mai, die am heutigen Freitag veröffentlicht werden, hielten sich Börsianer mit großen Kaufaufträgen zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab nach einem zunächst freundlichen Auftakt 0,3 Prozent auf 12.248 Punkte nach.

Kommentare (18)

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Praesi-of-the-united-schuldners

02.06.2011, 23:17 Uhr

Superbimbo:
Ja sowas, ich bin entsetzt! Haben sich etwa Griechen bei Moody´s eingeschlichen? Die werden wir mal schnellstmöglich nach Alaska zur Sarah ins Asyl schicken!Dann wird ihnen das Spielchen schon vergehen!

Banker_Frankfurt_a.M.

02.06.2011, 23:34 Uhr

Wen interessiert denn, was die korrupten, privaten und interessengelenkten Ratingagenturen zu sagen haben?

daytrader

03.06.2011, 00:37 Uhr

@Banker_Frankfurt_a.M. alleine dein kommentar in verbindung mit deinem user-nick zeugt schon von wenig wirtschafts- und währungspolitischen sachverstand. denn es ist völlig egal wie du privat zu rating-agenturen stehst. fakt ist aber nun mal, dass sie marktbestimmend und kursrelevant sind!!!

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