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12.01.2005

16:10 Uhr

Analysten hatten Rückgang erwartet

US-Handelsdefizit überraschend auf Rekordniveau

Das US-Außenhandelsdefizit hat sich im November unerwartet auf ein Rekordniveau ausgeweitet. Der Dollar reagierte darauf mit einem deutlichen Kursrückgang.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag kletterte den Angaben des Handelsministeriums von Mittwoch zufolge auf 60,3 Milliarden Dollar von revidierten 56,00 Milliarden Dollar im Vormonat. Analysten hatte im Mittel einen Rückgang des Defizits auf 54,0 Milliarden Dollar erwartet. Damit stieg das Defizit in den ersten elf Monaten 2004 auf insgesamt 561,3 Milliarden Dollar und übertraf damit bereits den Rekordbetrag von 496,5 Milliarden Dollar für das gesamte Vorjahr.

Bei den Ausfuhren verzeichneten die USA im November ein Minus von 2,3 Prozent auf 95,6 Milliarden Dollar. Die Einfuhren legten dagegen um 1,3 Prozent auf ein Rekordniveau von 155,8 Milliarden Dollar zu. Die Ölimporte nahmen dabei ungeachtet des leichten Rückgangs des Ölpreises ebenfalls auf ein Rekordniveau von 13,4 Milliarden Dollar zu.

Der Dollar gab nach den Zahlen zum Euro nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,3227 Dollar nach etwas mehr als 1,31 Dollar kurz vor Bekanntwerden der Daten. Das hohe US-Handelsdefizit, das die USA durch ausländisches Kapital finanzieren müssen, wird als eine der Hauptursachen für die jüngste Dollar-Schwäche angesehen. Viele Experten gehen allerdings davon aus, dass eine deutliche Abwertung der US-Währung notwendig ist, um die Position der US-Exportunternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken und damit das starke Ungleichgewicht in der Handelsbilanz der weltgrößten Volkswirtschaft zu reduzieren.

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