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02.03.2006

13:59 Uhr

Anstieg auf 2,50 Prozent

EZB erhöht abermals Leitzins

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten hat die Europäische Zentralbank die Zinsen im Euro-Raum erhöht: Der maßgebliche Leitzins, zu dem sich die Kreditwirtschaft Geld bei der EZB leihen kann, steigt von 2,25 auf 2,50 Prozent.

EZB-Sitz in Frankfurt am Main. Foto: dpa

EZB-Sitz in Frankfurt am Main. Foto: dpa

HB FRANKFURT/MAIN. Die Entscheidung wird als Reaktion auf die hohen Ölpreise und die anhaltend hohe Inflation sowie als Mittel zur Belebung der Konjunktur gewertet. Den Schritt hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vorher angedeutet, so dass er die Märkte nicht überraschte. Offen ist aber, wie stark die Notenbank die Geldpolitik straffen wird.

Trichet wird die Entscheidung am Nachmittag auf einer Pressekonferenz erläutern. Dabei rechnen Beobachter mit Hinweisen auf den weiteren Kurs der EZB. Bereits im Dezember 2005 hatte die EZB die Zinswende eingeleitet und nach einer langen Niedrigzinsphase zum ersten Mal seit fünf Jahren die Zinsen angehoben.

Nach gängiger Meinung werden die Zinsen bis Jahresende auf 3,00 Prozent steigen, wobei die EZB immer wieder Pausen einlegen werde. Die Notenbank gibt zugleich ihre neuen Prognosen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation im Euro-Raum bekannt.

Die Teuerung in der Euro-Zone ist im Februar leicht auf 2,3 Prozent gesunken nach 2,4 Prozent im Januar. Wegen der hohen Öl- und Benzinpreise blieb die Inflationsrate aber über der entscheidenden Zwei-Prozent-Grenze. Nur bis zu dieser Marke ist nach Auffassung der EZB Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet der zwölf Staaten gewährleistet.

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