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08.07.2011

19:23 Uhr

Arbeitslosenquote steigt

US-Zahlen wecken Furcht vor neuer Rezession

Die Schwächephase der US-Wirtschaft dauert an. Die enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen wecken die Furcht vor einer neuen Rezession. Experten sehen die USA bereits vor einer Job-Krise.

US-Präsident Barack Obama. Quelle: dpa

US-Präsident Barack Obama.

WashingtonDer US-Arbeitsmarkt kommt im Sommer nicht in Gang und schürt die Furcht vor einer erneuten Rezession: Die Lage am Jobmarkt besserte sich im Juni wider Erwarten kaum, die Arbeitslosenquote stieg sogar völlig überraschend an. Außerhalb der Landwirtschaft wurden unter dem Strich insgesamt nur 18.000 Stellen geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Dies ist der schwächste Jobaufbau seit neun Monaten. Die Finanzmärkte reagierten geschockt. An der Wall Street brachen die Kurse ein, auch die Investoren an der Frankfurter Börse trennten sich von Aktien.

Die Zahlen wecken zunehmend Zweifel am Aufschwung, den die US-Notenbank Fed mit einem mittlerweile ausgelaufenen Bond-Ankaufprogramm kräftig befeuert hatte. Experten spekulieren bereits, ob Fed-Chef Ben Bernanke wegen der anhaltenden Job-Misere nachlegen muss. Die Privatfirmen stockten ihre Belegschaften zwar um 57.000 auf. Zugleich trennte sich der unter Sparzwängen leidende Staat von 39.000 Mitarbeitern. Die Arbeitslosenquote stieg mit 9,2 Prozent sogar leicht. „Alle Aspekte dieses enttäuschenden Berichts deuten darauf hin, dass die USA vor einer Job-Krise stehen“, sagte der Chef des weltgrößten Staatsanleihen-Händlers Pimco, Mohamed El-Erian.

Der Euro fiel gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag über einen US-Cent, erholte sich aber schnell wieder. „Offenbar spekulieren Anleger nun auf ein neues Konjunkturprogramm der US-Notenbank Fed“, sagte Devisen-Analyst Mario Mattera. Dies werde voraussichtlich aber nicht vor Ende des Sommers geschehen. Man stelle sich nun die Frage, ob die Erholung vorüber sei und den USA nun eine neue Rezession drohe. Die Vereinigten Staaten waren erst Mitte 2009 nach anderthalb Jahren der Wirtschaftsmisere aus der Rezession herausgekommen. Zuletzt hatte sich das Wachstumstempo jedoch verlangsamt: Im ersten Quartal legte die Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet nur um 1,9 Prozent zu.

US-Präsident Barack Obama erklärte, die Zahlen belegten, dass die USA noch einen weiten Weg zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwäche vor sich hätten. Die von dem Streit über die US-Schuldengrenze sowie die Krise in Griechenland verunsicherten die Firmen und hielten sie davon ab, Leute einzustellen, fügte er hinzu.

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

08.07.2011, 14:58 Uhr

Labor Force Participation Rate Drops To Fresh 25 Year Low: 64.1%


https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Labor_force

Tory

08.07.2011, 15:31 Uhr

Das war zu erwarten. Public service reduziert kräftig Stellen insofern ist das Plus von 18 000 gar nicht so schlecht. Nach einer Abwärtsbewegung von ca. 10% lohnt sich vielleicht das Einsteigen wieder. Aus meiner Sicht geht langfristig eher das bürokratische Altersheim Deutschland pleite als die USA oder UK.

Da fällt mir ein im HB stand der Bericht die Bundestagsabgeordneten hätten sich die Diäten erhöht nach einer dreijährigen Pause. Nun dazu muss man wissen die letzte Erhöhung waren deutlich über 8%. Für die Leistung werden diese Pfeifen zu gut bezahlt. Kein Wunder das die Verschuldung weiter steigt und die "Schuldenbremse" ist eh eine Attrappe.

Delle

08.07.2011, 15:34 Uhr

Wachstumsdelle ?????
Beim Autor ist vielleicht eine Delle.....
Mit der USA geht es weiter stetig bergab.....
Wnn kommt die überraschende Währungsreform dort ?????

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