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04.06.2013

15:29 Uhr

Arbeitsmarkt

Erste positive Signale aus Madrid und Athen

Spanien und Griechenland melden überraschend positive Zahlen vom Arbeitsmarkt. Madrid sieht den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit 16 Jahren. Und auch das krisengeplagte Athen schöpft ein wenig Hoffnung.

Die Arbeitsämter zählen nur die gemeldeten Arbeitslosen und kommen auf 4,89 Millionen. dpa

Die Arbeitsämter zählen nur die gemeldeten Arbeitslosen und kommen auf 4,89 Millionen.

MadridKleiner Lichtblick für das krisengeplagte Spanien: Die Zahl der Arbeitslosen sank im Mai um fast zwei Prozent oder 98.265 im Vergleich zum Vormonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Madrid mitteilte. Damit hatten 4,89 Millionen Spanier keinen Job. "Das sind die besten Daten, die wir seit Beginn der Krise gesehen haben", sagte Industrieminister Jose Manuel Soria. Auch aus Griechenland kommen vorsichtige Hoffnungssignale.

In Spaniens Statistik taucht die Zahl der Langzeitarbeitslosen allerdings nicht auf. Werden saisonale Schwankungen wie die Effekte der einsetzenden Feriensaison ausgeklammert, verharrt die Arbeitslosenzahl praktisch auf dem Vormonatsniveau.

Der konservative Regierungschef Mariano Rajoy hatte bereits am Wochenende "eindeutig ermutigende" Zahlen in Aussicht gestellt. "Die Daten als einsetzende Erholung am Arbeitsmarkt auszulegen, wäre jedoch zu weit gegriffen", betonte Ökonom Martin Van Vliet von der Bank ING. Im Mai und Juni fällt in Spanien üblicherweise die Arbeitslosenzahl, da in der beginnenden Urlaubszeit in Hotels und Gastronomie viele Saisonkräfte benötigt werden.

Zudem werden in der Landwirtschaft Erntehelfer in den Obstplantagen gesucht. Diese saisonalen Effekte lassen die offiziellen Arbeitslosenzahlen in besserem Licht erscheinen. Erwerbslose, die seit mehr als einem Jahr ohne Job sind, fallen hingegen aus der Statistik heraus. Spanien weist nach Griechenland die höchste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union auf: 6,2 Millionen Spanier hatten im ersten Quartal keinen Job, was einer Quote von 27 Prozent entspricht.

Rajoy steht wegen der Arbeitsplatzmisere und der anhaltenden Rezession in der Kritik - auch im eigenen Lager. Der konservative Ex-Ministerpräsident Jose Maria Aznar forderte ihn auf, Steuern zu senken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aznars Amtszeit von 1996 bis 2004 ist vielen Spaniern als Phase wirtschaftlicher Blüte in Erinnerung geblieben. Allerdings fällt in diese Zeit auch der kräftige Immobilienboom, der Ende des Jahrzehnt zum Platzen einer Blase führte, wodurch Spanien in die Krise stürzte.

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

04.06.2013, 12:25 Uhr

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Jede Form des wirtschaftlichen Erstarkens sollte Spanien nutzen, wieder seine nationale Währung einführen zu wollen.
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Account gelöscht!

04.06.2013, 12:28 Uhr

...wieder so ein inhaltloser Artikel ! Ja, im Mai und Juni sinkt die Arbeitslosenzahl und warum ? Soll der Leser einer Wirtschaftszeitung nun raten und setzt die die HB Redaktion (sorry, dpa)voraus, dass seine Leser das Wissen mitbingt. Na klar, die Urlaubssaison beginnt, d.h. ein paar 100.000 Spanier dürfen arbeiten aber nach drei Monaten ist wieder schluß... aber alles wird ja gut.

Gast

04.06.2013, 12:31 Uhr

Wie viele Spanier sind diesen Monat ausgewandert? Wie viele werden für die Hauptsaison der westlichen Urlauber angestellt? Wie viele Haben sich diesen Monat nicht mehr registrieren lassen? Wie viele...

Warum werden nicht einfach Aufschlüsselungen der Zahlen gegeben?

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