Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2013

15:20 Uhr

Arbeitsmarkt in Europa

EU-Arbeitslosigkeit nimmt leicht ab

Die Arbeitslosigkeit in Europa hat leicht abgenommen. Im Vergleich zum Vormonat waren 33.000 EU-Bürger weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote lag allerdings trotzdem höher als vor einem Jahr.

Eine Arbeitsagentur in Madrid. In den Krisenländern ist die Zahl der Arbeitslosigkeit nach wie vor sehr hoch. dpa

Eine Arbeitsagentur in Madrid. In den Krisenländern ist die Zahl der Arbeitslosigkeit nach wie vor sehr hoch.

LuxemburgDie Zahl der Arbeitslosen in Europa hat im Juli mit 26,654 Millionen praktisch auf dem Niveau des Vormonats gelegen. Sie nahm lediglich minimal um 33 000 ab. Die Arbeitslosenquote war mit 11,0 Prozent nach wie vor höher als vor einem Jahr (10,5 Prozent). Nach Mitteilung des europäischen Statistikamts Eurostat vom Freitag in Luxemburg blieb die Jugendarbeitslosigkeit vor allem in Griechenland, Spanien und Kroatien dramatisch hoch.

In den 17 Ländern mit Euro-Währung lag die Zahl der Menschen ohne Job bei 19,231 Millionen. Das waren 15 000 Männer und Frauen weniger als im Juni. Auch hier blieb die Arbeitslosenquote mit 12,1 Prozent unverändert.

Am meisten Arbeitslose gibt es nach wie vor in Griechenland (27,6 Prozent im Mai 2013) und in Spanien (26,3 Prozent im Juli). Nur in Österreich (4,8) war die Arbeitslosenquote im Juli noch niedriger als in Deutschland (5,3 Prozent). Auch Luxemburg schnitt mit 5,7 Prozent besonders gut ab. Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) bezifferte die August-Quote für Deutschland am Donnerstag auf 6,8 Prozent - die Rechenmethoden der Statistiker von Eurostat und der BA sind allerdings nicht direkt vergleichbar.

Euro-Krise: Das Ende der historischen Rezession

Euro-Krise

Das Ende der historischen Rezession

Fast zwei Jahre lang schrumpfte die Euro-Zone Quartal um Quartal – so lange wie nie. Doch jetzt zeichnet sich auch in den harten Zahlen eine Trendwende ab. Das zeigt vor allem eines: Die Euro-Rettungspolitik wirkt.

Dramatisch blieb die Jugendarbeitslosigkeit - vor allem im südlichen Europa. In der gesamten EU waren im Juli 5,56 Millionen junge Leute unter 25 Jahren ohne Arbeit. In der Eurozone waren es 3,5 Millionen. Das entspricht Arbeitslosenquoten von 23,4 beziehungsweise 24,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 0,5 beziehungsweise 0,7 Punkte.

Mit 62,9 Prozent war die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland im Mai (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) am höchsten. Spanien meldete im Juli 56,1 Prozent aller Personen unter 25 Jahren arbeitslos. Beim Neu-Mitglied Kroatien waren es im Juni (rpt Juni) 55,4 Prozent. Deutschland (7,7) und Österreich (9,2 Prozent) waren die einzigen EU-Länder, bei denen die Quote der Jugendarbeitslosigkeit im einstelligen Prozentbereich blieb.

Zumindest teilweise hat dies aber statistische Gründe: Die Eurostat-Experten klammern junge Männer und Frauen in Studium oder Ausbildung aus. Dadurch schrumpft die Bezugsgruppe der Unter-25-Jährigen, und jeder einzelne Arbeitslose fällt noch stärker ins Gewicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×