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20.02.2014

13:17 Uhr

Arbeitsmarkt in Zahlen

Reallöhne sinken nach langem Hoch

Ein Sprung im positiven Trend: 2013 sind die Reallöhne zum ersten Mal seit 2009 nicht mehr gestiegen, die Arbeitnehmer konnten sich für ihr Geld effektiv weniger leisten. Doch die Aussichten für 2014 scheinen besser.

Weniger Stoff fürs Bare – im Vergleich zur Preissteigerung sind die Löhne 2013 zu wenig gestiegen. ap

Weniger Stoff fürs Bare – im Vergleich zur Preissteigerung sind die Löhne 2013 zu wenig gestiegen.

BerlinNach drei Jahren mit steigenden Reallöhnen haben die deutschen Arbeitnehmer 2013 erstmals wieder Kaufkraft eingebüßt. Ihre Verdienste stiegen mit 1,3 Prozent langsamer als die Verbraucherpreise mit 1,5 Prozent. Dadurch sanken die Reallöhne um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. 2012 gab es ein Plus von 0,5 Prozent, 2011 stiegen die Löhne um 1,2 und 2010 sogar noch um 1,5 Prozent.

„Eine Ursache für den Reallohnverlust war der Rückgang der häufig erfolgsabhängigen Sonderzahlungen“, erklärte das Statistikamt. Dazu zählen beispielsweise Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Boni. Die Unternehmen dürften sich wegen der schwachen Konjunktur knausrig gezeigt haben: Mit 0,4 Prozent wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr so langsam wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr.

Das Münchner Ifo-Institut rechnet für 2014 wegen der anziehenden Konjunktur wieder mit einem ordentlichen Anstieg. Die Reallöhne sollen dann um 1,3 Prozent zulegen, das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 1,9 Prozent wachsen. Darauf deutet auch der erste wichtige Tarifabschluss in diesem Jahr hin: Die 550.000 Beschäftigten der Chemieindustrie bekommen 3,7 Prozent mehr Geld.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

20.02.2014, 13:52 Uhr

Im ifo-Institut rechnet man mit einem "ordentlichen" Anstieg der Reallöhne um 1,3 Prozent. Na wenn das mal kein Grund zur Freude und zum Feiern ist.
Bin ich nun der Gestörte oder bin ich umgeben von Gestörten?

Freidenker

20.02.2014, 13:58 Uhr

@wachsamer

Willkommen im größten Lügensystem aller Zeiten!!

DERRichter

20.02.2014, 15:51 Uhr

Wer glaubt denn noch an die Gültigkeit der offiziellen Inflationsrate. Der technische Fortschritt wird mit windiger Rechnungsweise als inflationsmindern gewertet und von der tatsächlichen Inflationsrate abgezogen. Der Anteil der besonders preisdynamischen Posten Energie und Lebensmittel wird im sogenannten Warenkorb auch nach unten geschummelt. Teilweise kündigen wohl schon ehrbare Mitarbeiter im statistischen Bundesamt, da sie an den Tricksereien nicht beteiligt sein wollen.

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