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11.10.2012

17:45 Uhr

Arbeitsmarkt

US-Arbeitslosenquote so niederig wie nie in Obamas Amtszeit

Zur Überraschung der Experten ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich zurückgegangen – im Wahlkampf ein Trumph für Amtsinhaber Obama. Das Handelsdefizit ist dagegen stärker gestiegen als erwartet.

US-Präsident im vergangenen Jahr beim Besuch des Chrysler-Werks in Toledo. dapd

US-Präsident im vergangenen Jahr beim Besuch des Chrysler-Werks in Toledo.

WashingtonDie Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stärkt US-Präsident Barack Obama kurz vor der Wahl den Rücken: In der vergangenen Woche beantragten so wenig Amerikaner wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr zum ersten Mal Arbeitslosenhilfe. Dies teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Nach dem überraschend starken Rückgang der Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent im September sind das weitere gute Nachrichten für den Amtsinhaber.

Der republikanische Herausforderer Mitt Romney wirft dem Demokraten vor, zu wenig für die Wirtschaft zu tun. Von April bis Juni war das Bruttoinlandsprodukt nur mit einer Jahresrate von 1,3 Prozent gewachsen. Fürs dritte Quartal wird laut einer Reuters-Umfrage mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet.

Nach am Donnerstag veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge in der Woche um 30.000 auf 339.000. Dies ist der niedrigste Stand seit Februar 2008 - ein Jahr, bevor Obama ins White House einzog. Experten hatten mit einem Anstieg auf 370.000 gerechnet. „Dies ist ein positives Signal für die Wirtschaft. Es scheint allgemeiner Trend zu sein, dass sich der Arbeitsmarkt verbessert“, sagte Währungsstratege Brian Kim.

Arbeitsmarkt wichtiger Faktor im Wahlkampf

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt spielt eine entscheidende Rolle im Wahlkampf zwischen Obama und Romney. Einer Umfrage des Karriereportals Beyond.com zufolge sind die Beschäftigten mehrheitlich für Obama. Die Arbeitslosen bevorzugen Romney. Dieser hatte in der ersten Fernsehdebatte mit einem offensiven Auftritt gegen Obama gepunktet und befindet sich seither auf dem Vormarsch. Einer Reuters/Ipsos-Erhebung zufolge liegt der Herausforderer nun sogar knapp vor dem Demokraten.

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Der US-Statistik darf man nicht immer glauben. Besonders nicht in Zeiten der US-Wahlen.

Fed-Gouverneur Jeremy Stein warnte vor einer Überinterpretation der neuesten Zahlen. Die Arbeitslosigkeit sei weiterhin „schmerzlich hoch“, sagte Stein in seiner ersten großen Rede seit seiner Amtsübernahme im Mai. Obwohl die Arbeitslosenquote im September auf 7,8 Prozent und damit den niedrigsten seit Obamas Amtsantritt gesunken war, schufen Arbeitgeber nur rund 114.000 neue Jobs.

Kommentare (5)

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Lachnummer

11.10.2012, 17:31 Uhr

Unabhängig davon wie die Zahlen zusammenkommen und wie sehr sie gefälscht sind, wird dies derzeit noch intensiver manipuliert. Sind in 3 Wochen nicht zufällig Wahlen?

Die heutigen Zahlen sind außerdem noch mehr mit Vorsicht zu genießen, weil ein großer Bundesstaat gar keine Zahlen abgegeben hat.

Lest Euch mal die Kommentare beispielsweise bei CNBC durch, dann werdet ihr verstehen ...

Account gelöscht!

11.10.2012, 17:52 Uhr

Obama der "Last Minute" Praesident

Ganz kurz vor den Wahlen kommen ja nochmals Nonfarm-Payrolls und die Unemployment Rate. Da herrscht dann mindestens Vollbeschaeftigung, wenn nicht gar Arbeitskraeftemangel ;-)

Account gelöscht!

11.10.2012, 17:57 Uhr

Werden diese unkritischen Artikel eigentlich von Praktikanten geschrieben? Ich würde das gerne wissen, weil es einem zeigen würde, ob diese Naivität echt oder von oben vorgegeben ist.

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