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02.11.2012

14:22 Uhr

Arbeitsmarkt

US-Wirtschaft schafft mehr Jobs

Trotz einer überraschend hohen Zahl von neuen Stellen ist die Arbeitslosenquote in den USA gestiegen. Der Anstieg ist allerdings erwartet worden. Den Zahlen kommt wegen der anstehenden Wahl eine besondere Bedeutung zu.

In den USA gehen wieder mehr Menschen auf Jobsuche. Reuters

In den USA gehen wieder mehr Menschen auf Jobsuche.

Washington/BrüsselDie jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt können US-Präsident Barack Obama hoffen lassen. Die Arbeitslosenrate stieg zwar im Oktober leicht auf 7,9 Prozent, in der Wirtschaft wurden aber zugleich mit 171.000 neuen Jobs mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die vier Tage vor der Wahl veröffentlichten Zahlen waren die letzte Momentaufnahme zur Situation der US-Wirtschaft vor der Wahl - sie könnten in dem engen Rennen zwischen Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney mitentscheidend sein.

Die wirtschaftliche Lage war eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. Romney hatte Obama vorgeworfen, nicht genug für die Belebung der Wirtschaft getan zu haben. Im vergangenen Monat konnte Obama aber schon einen kleinen Erfolg verbuchen, als die Arbeitslosenrate von 8,2 auf 7,8 Prozent sank. Diesmal reichten aber auch mehr als 170.000 neu geschaffene Jobs nicht aus, um die Zahl weiter zu drücken, was an der gestiegenen Erwerbsbevölkerung lag. Tatsächlich lag die Zahl der neuen Jobs über den Erwartungen. Damit scheint sich zu bestätigen, dass der Arbeitsmarkt in den USA wieder in Schwung kommt. Für Obama wären das gute Nachrichten.

Damit geht der Trend in den USA in eine andere Richtung als in Europa. In der Eurozone ist die Zahl der Erwerbslosen auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Fast 18,5 Millionen Menschen waren im September in den 17 Euro-Ländern ohne Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das entspricht einem Rekordhoch von 11,6 Prozent nach 11,5 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote in der Eurozone noch bei 10,3 Prozent gelegen.

In dem von einer Wirtschafts- und Schuldenkrise erschütterten Spanien haben insbesondere die Jüngeren immer schlechtere Jobperspektiven: Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte auf eine Quote von 54,2 Prozent. In Frankreich ist mehr als jeder vierte junge Bürger unter 25 Jahren ohne Arbeit, während es hierzulande nur acht Prozent sind. Insgesamt waren in den 17 Staaten der Euro-Zone im Vormonat 18,49 Millionen Menschen ohne Job. In der Europäischen Union erhöhte sich die Zahl auf 25,7 Millionen.

"Das sind positive Daten", sagte Ökonom Fabian Eliasson von der Mizuho Corporate Bank. "Das Beschäftigungsniveau ist zwar noch vergleichsweise niedrig. Aber der Aufwärtstrend dürfte der Regierung vor den Wahlen nützen." Der Stellenzuwachs sei allerdings noch nicht stark genug, um die Arbeitslosenquote nachhaltig zu drücken, meint Kathy Jones vom Brokerhaus Charles Schwab. Dazu müssten monatlich doppelt so viele Jobs geschaffen werden.

Nach der Pause wegen des Supersturms Sandy waren beide Kandidaten wieder voll im Wahlkampfmodus und versuchten in den letzten Tagen vor allem in den wenigen wahlentscheidenden Staaten, den sogenannten "Swing States", die noch unentschlossenen Wähler auf ihre Seite zu ziehen.

Kommentare (6)

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Volksverdummung

02.11.2012, 14:01 Uhr

"US-Wirtschaft schafft mehr Jobs"

Selten so gelacht.

Vor einem Jahr hat Osbama versprochen die Arbeitslosenquote bis zur Wahl auf unter 8% zu senken.
Und, schwupps, da sind wir (7,9%).

Ich brauche gar nicht auf den Kalender zu gucken.
Allein beim Blick auf die Zahlen der jüngeren Vergangenheit weiß man, daß in ein paar Tagen Wahl ist.

Volksverdummung hoch 8 und die Futzies von der Börse spielen das perverse Spiel fleißig mit.

Eigentlich kann man jetzt nur hoffen, daß Mitt an die Macht kommt, der im eigenen Interesse schnellstmöglich die wahren Zahlen auf den Tisch legen wird (mit entsprechenden Konsequenzen für die Börsen).
Andernfalls geht das 4-jährige Drama in den nächsten Akt ...

GewinnerVerlierer

02.11.2012, 14:24 Uhr

Ich bin davon überzeugt, das Obama das auch wirklich glaubt! Der hat genau so einen guten Beraterstab, der das Umfeld diktiert und organisiert, wie jeder andere "Große" auf dieser Welt.

Jetzt, wo die Prognosen für die Index-Stände wieder nach den Sternen greifen, scheint die Börse sich kurz vor dem Orgasmus zu fühlen! Das Dumme dabei: der ist schnell vorbei!
Im Moment werden alle Katzen im Sack gekauft, weil es keine Alternativen gibt und das viele Geld, das es schon als Geschenkpapier gibt nicht mehr weiß wohin! Mal abgesehen davon, das es auch gute Nachrichten gibt, versteht der Markt alles was nicht noch schlechter als miserabel ist, schon als gute Nachricht und dann gibt es was zu feiern! Als "Shorty" habe ich zwar die Kohle verloren, dennoch bleibt meine Ansicht dieselbe! Es ist wie bei der Titanic. Der Bug ist schon unter Wasser, aber auf dem Heck kann man sich doch immernoch ganz lauschig die Füsse wärmen! Wie es ausgeht wissen wir ja.

inquisitor

02.11.2012, 15:29 Uhr

da wird aber geschummelt, wie immer vor den wahlen wird alles beschönigt, frisiert, zusammen gestutzt, bereinigt und die presse verteilt das dann in "schönschrift" an die gläubigen.
ab nächste woche, wenn die marionette "präsident" der finanzindustrie, wieder gewählt wurde und seinen platz, an deren füsse gefünden hat, wird alles wieder grammweise zurechtgebogen. bis zum amtseid im januar wird das, wie in den wahljahren zuvor auch, dann alles gerade gerückt sein.
allerdings wird vorher noch mal über die kreditlinie süffiesand abgestimmt, denn die kreditlinie erreicht wohl im dezember noch den endpunkt von 16 Trio.$.
sollte der neue us-landhalter nicht der finanzindustrie passen, weil ja das völkchen doch den bisherigen präsidenten bestätigt. wird der wohl rumzappeln müssen, um eine erhöhung der schuldenobergrenze.
das kann dann heiter werden bei dow und dax

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